Bad Sachsa/Walkenried. Walkenried und Bad Sachsa: Was steht an? Hundespielwiese und mehr auf der Agenda. Die Sitzungen der Politik im Südharz im Überblick.

Den eigenen Hund im wahrsten Sinne des Wortes von der Leine lassen, damit dieser mit Artgenossen spielen und toben kann, und das alles möglichst auf einem gesicherten Grundstück: Dieser Wunsch wird in Bad Sachsa vielleicht bald Realität. Auf der Sitzung der öffentlichen Sitzung des Bau-, Feuerschutz- und Friedhofsausschuss der Stadt Bad Sachsa wird am 12. Februar über die Schaffung einer sogenannten Hundespielwiese gesprochen. In der dritten großen Sitzungswoche der Kommunalpolitik im Südharz steht dazu vor allem die Frage des Geldes im Fokus, der Haushalt 2024 wird besprochen. Das sind die Termine im Überblick.

Neues Baugebiet in Bad Sachsa: So ist der aktuelle Stand

Zum Auftakt der Sitzungswoche tritt am Montag, dem 12. Februar, der Bau-, Feuerschutz- und Friedhofsausschuss der Stadt Bad Sachsa mit einer umfangreichen Tagesordnung zusammen. Neben der Frage nach einem möglichen Standort für die Hundespielwiese - die Verwaltung hat hierfür drei Vorschläge zusammengestellt (1. Bouleplatz Ecke Nicolausgrund/Schillerstraße; 2. Zorger Wiesen, Gemarkung Bad Sachsa; 3. Neuhof, Harzstraße, Ortsausgang Richtung Friedhof links) wird es auch Informationen rund um das Hochwasser an Weihnachten 2023 geben.

  • Weitere Themen sind Informationen über laufende und künftige Bauprojekte, Informationen zur Verkehrsschau 2023 sowie der Bebauungsplan für das Baugebiet am ehemaligen Sportplatz in Bad Sachsa.
  • Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 17 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus, Bismarckstraße 1.

Bauarbeiten in Bad Sachsa: Update zu einzelnen Projekten im Harz

Die veraltete elektrische Anlage des Berghofes auf dem Ravensberg führte zu massiven Beanstandungen im Verlauf einer berufsgenossenschaftlichen Überprüfung des Hauses. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, musste die Stadtverwaltung umgehend handeln. In zwei Bauabschnitten wurden sämtliche Elektroleitungen und Verteilungen im Kellergeschoss, der Küche und in den Gasträumen ausgetauscht.  Die Gesamtkosten dieser Notmaßnahme betrugen 37.000 Euro. 
Die veraltete elektrische Anlage des Berghofes auf dem Ravensberg führte zu massiven Beanstandungen im Verlauf einer berufsgenossenschaftlichen Überprüfung des Hauses. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, musste die Stadtverwaltung umgehend handeln. In zwei Bauabschnitten wurden sämtliche Elektroleitungen und Verteilungen im Kellergeschoss, der Küche und in den Gasträumen ausgetauscht.  Die Gesamtkosten dieser Notmaßnahme betrugen 37.000 Euro.  © privat | Daniel Schwarz
Das ehemalige Bahnhofgebäude in Neuhof ist aktuell eher ein Schandfleck. Vor 16 Jahren wurde das Gebäude von Privatpersonen gekauft, diese planen seit vielen Jahren den Umbau und die Sanierung, sofern die Finanzierung gesichert ist. „Ich denke nicht, dass sich etwas tut“, erklärte Bürgermeister Daniel Quade in Bezug auf mögliche Fortschritte im Bauausschuss der Stadt Bad Sachsa
Das ehemalige Bahnhofgebäude in Neuhof ist aktuell eher ein Schandfleck. Vor 16 Jahren wurde das Gebäude von Privatpersonen gekauft, diese planen seit vielen Jahren den Umbau und die Sanierung, sofern die Finanzierung gesichert ist. „Ich denke nicht, dass sich etwas tut“, erklärte Bürgermeister Daniel Quade in Bezug auf mögliche Fortschritte im Bauausschuss der Stadt Bad Sachsa © HK | Thorsten Berthold
Im Borntal soll ein Museum durch Fördergelder für die Kinder des 20. Juli 1944 entstehen. Als Antragsgrundlage für notwendige Fördermittel des Bundes und des Landes wurde durch ein Architekturbüro ein Museumskonzept zusammengestellt und sowohl in Berlin als auch in Hannover eingereicht. Aus dem Förderprogramm „KulturInvest 2023“ des Bundes gibt es bereits die Zusage über 1,13 Millionen Euro. Seitens des Landes Niedersachsen steht eine Antwort noch aus. Die Gesamtkosten laut Plan belaufen sich auf ca. 2,1 Millionen Euro.
Im Borntal soll ein Museum durch Fördergelder für die Kinder des 20. Juli 1944 entstehen. Als Antragsgrundlage für notwendige Fördermittel des Bundes und des Landes wurde durch ein Architekturbüro ein Museumskonzept zusammengestellt und sowohl in Berlin als auch in Hannover eingereicht. Aus dem Förderprogramm „KulturInvest 2023“ des Bundes gibt es bereits die Zusage über 1,13 Millionen Euro. Seitens des Landes Niedersachsen steht eine Antwort noch aus. Die Gesamtkosten laut Plan belaufen sich auf ca. 2,1 Millionen Euro. © Mark Haertl | Mark Haertl
Die Hindenburgstraße in Bad Sachsa soll ein Zusatzschild mit Informationen mit geschichtlicher Einordnung zu ihrem Namensgeber Paul von Hindenburg erhalten.  Die Arbeiten an den Zusatzschildern inklusive QR-Codes sind mittlerweile abgeschlossen, die Erstellung wird beauftragt.
Die Hindenburgstraße in Bad Sachsa soll ein Zusatzschild mit Informationen mit geschichtlicher Einordnung zu ihrem Namensgeber Paul von Hindenburg erhalten. Die Arbeiten an den Zusatzschildern inklusive QR-Codes sind mittlerweile abgeschlossen, die Erstellung wird beauftragt. © FMN | Thorsten Berthold
Blick auf die sogenannte Kaddatz-Brücke kurz nach ihrer Freigabe im Sommer 2023. Im Zuge der Öffnung sind noch einige Mängel bezüglich der angrenzenden Gehwege und eines zu hohen Hochbordes bei der Stadtverwaltung eingegangen.  Die Mängel sollen bis zum Frühjahr 2024 beseitigt werden.
Blick auf die sogenannte Kaddatz-Brücke kurz nach ihrer Freigabe im Sommer 2023. Im Zuge der Öffnung sind noch einige Mängel bezüglich der angrenzenden Gehwege und eines zu hohen Hochbordes bei der Stadtverwaltung eingegangen.  Die Mängel sollen bis zum Frühjahr 2024 beseitigt werden. © FMN | Thorsten Berthold
In zwei Bauabschnitten wurden die Flurbereiche des Rathauses Bad Sachsa mit einem neuen PVC-Bodenbelag in Holzoptik versehen. „Der Teppichboden im Treppen- und Obergeschossbereich war 35 Jahre alt, unansehnlich und abgängig. Der Fliesenbelag des Erdgeschosses wurde lediglich überklebt“, erklärt Bauamtsleiter Gerhard Grundei.
In zwei Bauabschnitten wurden die Flurbereiche des Rathauses Bad Sachsa mit einem neuen PVC-Bodenbelag in Holzoptik versehen. „Der Teppichboden im Treppen- und Obergeschossbereich war 35 Jahre alt, unansehnlich und abgängig. Der Fliesenbelag des Erdgeschosses wurde lediglich überklebt“, erklärt Bauamtsleiter Gerhard Grundei. © Krummhaar, Uta
Blick auf den Friedhof in Tettenborn. Die Kapelle dort musste nach festgestellten statischen Auffälligkeiten bis auf Weiteres gesperrt werden. Nach eingeholten neuesten statischen Untersuchungen hat ein örtlicher Zimmereibetrieb eine Verstärkung der Dachkonstruktion durch Einzug von Stahlträgern zur zusätzlichen Stützfunktion vorgenommen. Durch den Bauhof von Bad Sachsa wird  eine komplette Innenraumsanierung durchgeführt. Abschließend werden neue Dachrinnen und Fallrohre angebracht, damit kein Regenwasser mehr in das Fundament eindringen kann. Die Kosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro, 
Blick auf den Friedhof in Tettenborn. Die Kapelle dort musste nach festgestellten statischen Auffälligkeiten bis auf Weiteres gesperrt werden. Nach eingeholten neuesten statischen Untersuchungen hat ein örtlicher Zimmereibetrieb eine Verstärkung der Dachkonstruktion durch Einzug von Stahlträgern zur zusätzlichen Stützfunktion vorgenommen. Durch den Bauhof von Bad Sachsa wird eine komplette Innenraumsanierung durchgeführt. Abschließend werden neue Dachrinnen und Fallrohre angebracht, damit kein Regenwasser mehr in das Fundament eindringen kann. Die Kosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro,  © Berthold, Thorsten
Die Heizungsanlage des Friedrich-Fröbel-Kindergartens in Bad Sachsa war aufgrund ihres Alters stark reparaturanfällig und musste ausgetauscht werden. Die Kosten für diese Arbeiten inklusive neuem Brenner belaufen sich auf rund 8.500 Euro.
Die Heizungsanlage des Friedrich-Fröbel-Kindergartens in Bad Sachsa war aufgrund ihres Alters stark reparaturanfällig und musste ausgetauscht werden. Die Kosten für diese Arbeiten inklusive neuem Brenner belaufen sich auf rund 8.500 Euro. © HK | Thorsten Berthold
Durch wiederholte Wildschäden wurde eine stabile Erneuerung des rückwärtigen Zaunes am Friedhof Steina notwendig. In Absprache mit dem Ortsrat Steina wurde eine Metallstabzaunanlage aufgeschrieben und Ende Oktober durch ein örtliches Unternehmen erstellt. Die Kosten belaufen sich auf 25.000 Euro.
Durch wiederholte Wildschäden wurde eine stabile Erneuerung des rückwärtigen Zaunes am Friedhof Steina notwendig. In Absprache mit dem Ortsrat Steina wurde eine Metallstabzaunanlage aufgeschrieben und Ende Oktober durch ein örtliches Unternehmen erstellt. Die Kosten belaufen sich auf 25.000 Euro. © HK | Thorsten Berthold
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Geld für den Haushalt 2024 im Südharz steht im Fokus

Erneut einen Tag mit fast parallel stattfindenden Sitzungen gibt es dann am Donnerstag, 15. Februar, im Südharz. Zunächst findet in Bad Sachsa ab 17 Uhr die Sitzung des Jugend-, Schul-, Kultur-, Sport- und Sozialausschuss statt. Im Fokus stehen hier die Gelder bzw. die finanziellen Ansätze für den Haushalt 2024 aus dem Fachbereich. Ein schwieriges Unterfangen, da die Stadt Bad Sachsa vor großen finanziellen Herausforderungen steht, in der Planung bislang ein millionenschweres finanzielles Loch steht.

  • Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 17 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus, Bismarckstraße 1.

Welche Lehren zieht Walkenried aus dem Hochwasser 2023?

In Walkenried hingegen tritt ab 18 Uhr der Ortsrat des Klosterortes zusammen. Auch hier stehen die Finanzen bzw. die Wünsche des Ortsrates Walkenried für den Haushalt 2024 im Fokus. Aber auch das Hochwasser vom Endes des Jahres 2023 und dessen Folgen - insbesondere für die sogenannte Schäfer-Brücke und von Wanderwegen werden diskutiert.

  • Beginn der Sitzung des Ortsrates ist am 15. Februar um 18 Uhr in der ehemaligen Grundschule in Walkenried, Am Geiersberg 2.
  • Die Sitzung findet in der Bücherei statt, diese ist über den Nebeneingang des Gebäudes erreichbar.

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Einwohner können Fragen an Politik und Verwaltung stellen

  • Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus den Kommunen im Südharz sind zu den Terminen eingeladen.
  • Je nach Bedarf findet bei den verschiedenen öffentlichen Sitzungen jeweils eine Fragestunde für die Einwohnerinnen und Einwohner statt.
  • Es wird gebeten, Fragen zu stellen und keine Statements abzugeben.

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