Braunschweig. Daniel Scherning findet, dass seine Zweitliga-Fußballer zuletzt immer Punkte verdient gehabt hätten. Vor Weihnachten soll es klappen.

Auswärts hat Eintracht Braunschweig in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt geholt. Die letzte Gelegenheit dazu, das noch vor der Winterpause zu ändern, gibt es für die Zweitliga-Fußballer an diesem Freitagabend (18.30 Uhr) beim SV Wehen-Wiesbaden. Doch Trainer Daniel Scherning möchte nichts versprechen. Das habe er sich abgewöhnt, erklärte der 40-Jährige auf der Pressekonferenz am Mittwochnachmittag.

Der Gegner aus der hessischen Landeshauptstadt ist als Aufsteiger extrem gut aus den Startlöchern gekommen. 21 Punkte hat das Team von Coach Markus Kauczinski schon auf der Habenseite. Blickt man in Richtung Tabellenkeller, können die Wiesbadener beinahe schon für ein weiteres Jahr in der 2. Liga planen. Doch Kauczinski hat Respekt vor der Eintracht, die er in den vergangenen Partien als wiedererstarkt wahrnahm. „Die Ergebnisse waren alle sehr eng.“

Eintracht Braunschweigs Trainer: Waren immer für Punkte gut

Und auch Scherning findet: „In den drei Spielen sind wir immer für einen, wenn nicht sogar für drei Punkte infrage gekommen.“ Nur beim Debüt des Trainers gegen den VfL Osnabrück (3:2) klappte das auch. Bei den Niederlagen beim Hamburger SV (1:2) und zu Hause gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth (0:1) zeigten die Braunschweig jeweils nur eine Hälfte lang eine ansprechende Leistung und standen am Ende ohne Zähler da.

Das soll sich jetzt ändern. Denn Scherning äußerte auch einen verfrühten Weihnachtswunsch. „Sechs Punkte in zwei Spielen – das ist das, was wir haben wollen. Darauf arbeiten wir hin“, sagte der Ostwestfale kurz vorm zweiten Advent. Etwas anderes bleibt ihm und seinem Team aber auch kaum übrig, um im Abstiegskampf den Anschluss nicht völlig zu verlieren. Acht Punkte sind es bis zum Relegationsplatz, sogar neun bis zum rettenden Ufer.

Dafür brauche es beim Tabellenvorletzten auch Zutrauen in die eigenen Stärken und in sich selbst, beteuerte Scherning. „Machmal wirkt es so, als würden sich die Jungs dabei ertappen, wie gut sie eigentlich Fußball spielen können“, schob der Coach hinterher.

Wehen Wiesbaden verlor zuletzt zweimal in Folge

Noch hapert es bei der Eintracht aber an der Konstanz, diese starken Phasen auch über 90 Minuten abzuliefern. Um wirklich für Punkte gegen Wiesbaden und danach gegen Kaiserslautern infrage zu kommen, muss das Team besonders offensiv eine Schippe drauflegen. Zuletzt gegen Fürth war der Eintracht-Sturm zu zaghaft – und wenn er mal durchbrach, fehlte die letzte Konsequenz und Präzision.

Der kommende Gegner verlor zuletzt aber ebenfalls zweimal in Folge. Gegen die Fürther gab es ein 0:2, bei Holstein Kiel ein 2:3. Nun fehlt Kauczinski ein wichtiges Quintett. Gleichwohl steht der Eintracht in der Brita-Arena eine harte Aufgabe bevor. Und ein Versprechen ließ sich Scherning dann doch noch entlocken: nämlich, dass seine Mannschaft wieder alles investieren würde, um zu Punkten zu kommen. Andernfalls wäre sein ambitioniertes Ziel für die zwei Partien bis zu Winterpause logischerweise auch nicht zu schaffen.