Neuhof. Premiere geglückt: Einwohner im Südharz wollen ihre Kommunen beim Weg zur Klimaneutralität begleiten. Das sind die nächsten Schritte.

Der Klimaschutz - er liegt den Menschen im Südharz am Herzen - und sie wollen diesen auch in ihren Kommunen vor Ort stärken. Dieses Fazit zieht Jean Knödel-Keane, Klimaschutzmanagerin für Bad Sachsa und Walkenried, nach der Premiere eines neuen Formats. In das Dorfgemeinschaftshaus Neuhof waren interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den beiden Orten eingeladen, um beim Thema Klimaschutz ins Gespräch zu kommen - und vielleicht sogar ein längerfristig aktives Klimaschutz-Netzwerk aufzubauen. Und die Resonanz macht Jean Knödel-Keane Mut. Mehr als 40 Personen waren gekommen, „mit so viel Interesse hatte ich nicht gerechnet“. Und nicht nur das Interesse war da, auch viele Themen wurden besprochen sowie Ideen und erste Handlungsfelder erörtert.

Ziel in Bad Sachsa und Walkenried: Südharzer Kommunen wollen klimaneutral werden

Gemeinsam mit dem Fachbüro merkWATT aus Braunschweig erstellt Jean Knödel-Keane bis Frühjahr 2024 ein integriertes Klimaschutzkonzept, das den Rahmen für den kommunalen Klimaschutz in Bad Sachsa und Walkenried definieren wird. Sabine Neef und Michael Fuder (merkWATT) stellten dazu an dem Abend Bausteine des Konzepts vor und berichteten von den direkten und indirekten kommunalen Einflüssen auf die dringend nötige Reduzierung der Treibhausgase. Dabei wurde deutlich, dass die gesetzlich vorgegebene und von den beiden Südharzkommunen angestrebteKlimaneutralität nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu erreichen sein wird.

Wir möchten, dass Klimaschutz als spannende Chance erkannt wird, die eigene Lebenswelt erfolgreich weiterzuentwickeln.
Jean Knödel-Keane, Klimaschutzmangerin in Bad Sachsa und Walkenried

Das neue Team für den Klimaschutz in der Stadt Bad Sachsa und Gemeinde Walkenried: Michael Fuder, Sabine Neef (Mitte) und Jean Knödel-Keane. 
Das neue Team für den Klimaschutz in der Stadt Bad Sachsa und Gemeinde Walkenried: Michael Fuder, Sabine Neef (Mitte) und Jean Knödel-Keane.  © Kommune | Stadt Bad Sachsa

„Wir möchten, dass Klimaschutz als spannende Chance erkannt wird, die eigene Lebenswelt erfolgreich weiterzuentwickeln“, betonte Jean Knödel-Keane. So wurden zahlreiche Ideen vorgestellt und diskutiert, zum Beispiel mehr große Bäume auf zahlreichen öffentlichen Flächen, die der Atmosphäre Kohlenstoff entziehen und gleichzeitig das Stadtklima verbessern. Auch die Möglichkeit von Wärmenetzen mit Wärme aus erneuerbaren Energien kamen auf den Tisch. „Viele Heizungen werden in den nächsten Jahren ausgetauscht, da sind klimafreundliche Alternativen unabdingbar“, bestätigte die lokale Klimaschutzmanagerin. Erfreut zeigte sich sie auch, dass viele Teilnehmen an dem Abend erklärten, die verschiedenen Ideen als Netzwerk weiter zu verfolgen.

Zu diesen Handlungsfeldern sollen Arbeitsgruppen entstehen:

  • Bauen und Öffentliches Grün
  • Wasser: Ver- und Entsorgung
  • Energieversorgung: Wärmeplanung
  • Konsum/Ernährung
  • Mobilität & Tourismus
  • Umweltschutz/Biodiversität/Artenschutz
Grafik: „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“
Grafik: „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“ © dpa | dpa-infografik GmbH

Die Ergebnisse des ersten Treffens werden in Kürze auf einer digitalen Plattform der beiden Südhatzer Kommunen zur Sichtung, Ergänzungen und Kommentierung freigegeben, „um mit den vielfältigen Klimaschutz-Aktivitäten und Ideen auch weitere Mitbürgerinnen und Mitbürger zu inspirieren“, erklären die Verantwortlichen.

Die Klimaschutzmanagerin im Südharz

Wer weitere Informationen zur Klimaschutzmanagerin Jean Knödel-Keane sucht, oder aber auch bereits jetzt erste einfache Schritte für Klimaschutz sucht, der erhält online auf den Homepages der Stadt Bad Sachsa bzw. bei der Gemeinde Walkenried weitere Informationen. Sei es zur Frage, ob sich das eigene Dach für Solarenergie eigne, zu Energiespartipps oder aber auch zu Fakten rund um das Klima. Viele Themen sind dort aufbereitet. Auch weitere kompetente Ansprechpartner sind dort zu finden.

Jean Knödel-Keane ist zudem direkt unter Telefon 0171 2166 724 bzw. E-Mail (jean.knoedel-keane@bad-sachsa.de oder klimaschutz@walkenried.de) zu erreichen.

Klimaschutz für Bad Sachsa und Walkenried: Der Termin für das nächste Treffen im Südharz steht fest

Der Termin für das nächste Treffen steht auch bereits fest. Dieses ist am Donnerstag, dem 2. November, von 18 bis 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Neuhof geplant. Neue Teilnehmende sind herzlich willkommen. Die Moderation erfolgt auch weiterhin durch die Klimaschutzmanagerin, die auch inhaltlich-fachlichen Input geben oder organisieren kann. Auch eine Vernetzung mit (über-)regionalen Akteuren erscheint sinnvoll: „Wir können viel von Erfolgen und Erfahrungen an anderen Orten profitieren“, ist Jean Knödel-Keane überzeugt.

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