Braunschweig. Besonders in Eintracht Braunschweigs Defensivabteilung brechen nach und nach die Optionen weg. So beschreibt Härtel die Situation.

Ein leichter Anflug von Frust war Jens Härtel anzusehen, als ihn Pressesprecherin Denise Schäfer auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen Schalke 04 (Freitag, 20.45 Uhr, ZDF) nach der Personalsituation fragte. Das sei ein bisschen schwierig, seufzte der Cheftrainer von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig.

Robert Ivanov ist noch keine Option bei Eintracht Braunschweig

Schon in die Liga-Niederlagen gegen Holstein Kiel (0:1) und den 1. FC Magdeburg (1:2) war der 54-Jährige mit mehreren Ausfällen gegangen. Sidi Sané verletzte sich noch in seinem ersten Einsatz im Testspiel gegen Essen. Robert Ivanov vor dem Auftakt gegen Kiel. Auf den finnischen Nationalspieler kann die Eintracht erwartungsgemäß immer noch nicht zählen. Er war als Abwehrboss eingeplant, seine muskulären Probleme sind aber noch nicht vollends überwunden. „Das wäre zu früh, ihn in den Kader zu nehmen“, sagte Härtel über den Defensivspieler.

Ivanov mache bislang nur in Passübungen oder Rondos als neutraler Spieler mit, trägt also ein farbiges Leibchen und darf nicht in Duelle verwickelt werden. „Du nimmst nur jemanden in den Kader, den du aufstellen kannst und willst. Das Risiko, dass wieder etwas kaputt geht, ist zu hoch. Seit Robert raus ist, hat er noch keine Zweikämpfe geführt. Deswegen ist er keine Option“, erklärte der Coach.

Decarli und Wiebe fehlen Eintracht Braunschweig wahrscheinlich

Doch im Defensivbereich drückt der Schuh schon jetzt gewaltig. Danilo Wiebe verpasste bereits das Spiel in Magdeburg und scheint auch für Schalke keine Option zu sein. Gleiches gilt für Saulo Decarli und Marvin Rittmüller (Knieprellung). Härtel wolle nun die Aktivierung vor dem Pokalkracher abwarten. Während der Trainingswoche hatten ihn die Hiobsbotschaften ereilt. Ein paar Spieler hätten kaum trainiert, oder sich im Verlauf der Woche mit Problemen abgemeldet.