Gipsabbau-Erweiterung: Naturschützer protestieren vor Landtag

BUND-Aktivisten aus Hannover und dem Harz überreichten Ministerpräsident Stephan Weil (re.) die bislang gesammelten 3.000 Unterschriften des Online-Appells „Den Harzer Gipskarst retten!“

BUND-Aktivisten aus Hannover und dem Harz überreichten Ministerpräsident Stephan Weil (re.) die bislang gesammelten 3.000 Unterschriften des Online-Appells „Den Harzer Gipskarst retten!“

Foto: BUND Niedersachsen

Hannover.  BUND-Aktive überreichten Ministerpräsident Stephan Weil am Donnerstag 3.000 Unterschriften des Online-Appells „Den Harzer Gipskarst retten“.

Während im niedersächsischen Landtag am Donnerstagnachmittag über einen Antrag der Grünen diskutiert wurde, die Erweiterung der Gipsabbau-Flächen im Südharz zu stoppen, protestierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen vor den Türen des Landtags gegen die geplanten Änderungen im Landes-Raumordnungsprogramm. BUND-Aktive aus Hannover und dem Harz überreichten Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die bislang gesammelten 3.000 Unterschriften des Online-Appells „Den Harzer Gipskarst retten“.

„Erweiterung des Gipsabbaus im Südharz eine Absage erteilen“

„Mit unserem Protest rufen wir Ministerpräsident Stephan Weil auf, den Harzer Gipskarst zu schützen und den Gipsfrieden einzuhalten: Er muss sein Wort halten und einer Erweiterung des Gipsabbaus im Südharz eine Absage erteilen“, sagt Axel Ebeler, stellvertretender BUND-Landesvorsitzender.

Der Umweltverband fordert – genau wie die Fraktion der Grünen – die Landesregierung auf, die geplante Ausweisung weiterer Vorranggebiete für den Gipsabbau im Südharz zu stoppen und stattdessen Alternativen zum Naturgips und Gipsrecycling auch in Niedersachsen zu fördern, „damit der naturzerstörerische Gipsabbau nicht mehr nötig ist“, so der BUND in einer Pressemitteilung.

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