Salzgitter. Die IG Metall ruft die Beschäftigten, unter anderem aus Salzgitter, am Freitag zu einem Streik auf. Was die IG Metall fordert.

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie hat die IG Metall erste Warnstreiks angekündigt, die unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht beginnen sollen. Bereits in der Nacht zum Freitag, 1. Dezember, wollen Beschäftigte in Salzgitter, Georgsmarienhütte (beides Niedersachsen) und Finnentrop (NRW) um Mitternacht die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag in Düsseldorf ankündigte. In Salzgitter will IG Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban zu den Beschäftigten der Salzgitter AG sprechen.

Bereits am Donnerstagabend wollten Gewerkschafter das Ende der Friedenspflicht mit einem Fackelmarsch in Duisburg einläuten. Er soll an einer Großskulptur enden, die auf einer Deponie-Halde steht. Am Freitagmorgen sind dann weitere Warnstreiks in Bottrop und Hagen geplant. Für den Vormittag plant die Gewerkschaft eine Demonstration in Gelsenkirchen.

Forderung der IG Metall: Lohnplus von 8,5 Prozent

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie unter anderem ein Lohnplus von 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Runde eine Erhöhung um 3,1 Prozent für 15 Monate angeboten. Die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung hatten sie als „weder organisierbar noch finanzierbar“ zurückgewiesen. Auch die zweite Runde brachte keine Annäherung. Eine dritte Runde ist für den 11. Dezember geplant.

In der Stahl- und Eisenindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen sind rund 68.000 Menschen beschäftigt.