Ein Meisterspieler, der auch in Gittelde zu Hause war

Gittelde  Vor rund fünf Jahren starb Klaus Meyer, der 1967 mit Eintracht Braunschweig Deutscher Meister wurde und in der Jugend für den MTV Gittelde spielte.

Klaus Meyer, Meisterspieler von Eintracht Braunschweig.

Klaus Meyer, Meisterspieler von Eintracht Braunschweig.

Foto: Eintracht-Archiv

Vor etwas mehr als fünf Jahren, am 4. April 2014 starb überraschend Klaus Meyer, Abwehrspieler von Eintracht Braunschweig. Er wurde mit seinem Verein Eintracht Braunschweig im Jahr 1966/67 Deutscher Meister, absolvierte von 1963 bis 1968 123 Bundesligaspiele. Auch in den Altkreis Osterode hatte der Defensivspezialist eine Verbindung.

Der Abwehrspieler Klaus Meyer kam über die Amateurvereine VfL Oker und MTV Gittelde zur Runde 1958/59 zu Eintracht Braunschweig in die Oberliga Nord. In Braunschweig geboren, wurde er während des Weltkrieges nach Bentierode bei Bad Gandersheim evakuiert. Als sein Vater die Filiale der Braunschweiger Landesbank übernahm, zog er mit seiner Familie nach Gittelde und machte sich dort gleich in der Fußballjugend, aber auch bei den Tischtennisspieler, einen großen Namen. Unter anderem konnte er den langjährigen Vereinsmeister im Tischtennis, Wedemeyer, als Jugendlicher vom Thron stoßen. Schon in der A-Jugend und später in der ersten Gittelder Mannschaft zeigte er seine Qualitäten in der Abwehr.

Stammspieler in der Bundesliga

Am 15. März 1959 gab er im Löwen-Trikot beim Auswärtsspiel gegen den VfV Hildesheim sein Oberliga-Debüt. In der letzten Oberliga-Saison 1962/63 qualifizierte sich Eintracht Braunschweig als Dritter für die neu eingerichtete Bundesliga. Meyer absolvierte als linker Verteidiger alle 30 Rundenspiele. In der Premierenspielzeit der Bundesliga 1963/64 fehlte er erneut in keinem Spiel der Mannschaft von Trainer Helmuth Johannsen. Auch als Eintracht überraschend Deutscher Meister im Jahr 1966/67 wurde, kam er wiederum auf 30 Einsätze. Sein letztes Bundesligaspiel absolvierte Klaus Meyer am 25. November 1967 im Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Zuerst hatte er eine Banklehre absolviert und trat in die Fußspuren seines Vaters. Danach studierte er Maschinenbau, wechselte aber in die Versicherungsbranche. Sogar in der Studenten-Nationalmannschaft lief er einst auf. Nach der Karriere als Fußballer war er in verschiedenen Vereinen auch Trainer.

Im Alter von 76 Jahren verstarb Meyer vor fünf Jahren in Braunschweig, seine noch lebenden Kameraden vom MTV Gittelde werden sich seiner aber immer sehr gern erinnern.

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