Hannover/Braunschweig. Das Echo unserer Leser in den sozialen Medien ist groß. Die meisten würden Vereine wie Eintracht Braunschweig finanziell beteiligen.

Geht es nach den Lesern unserer Zeitung, die sich an der Debatte in den sozialen Medien wie Instagram und Facebook beteiligt haben, ist es eindeutig: Ein Großteil von ihnen würde Vereine wie Eintracht Braunschweig oder Hannover 96 an den teils immensen Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen finanziell beteiligen.

Hunderte von Lesern diskutierten kontrovers über den Polizeieinsatz beim Niedersachsen-Derby Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig am vergangenen Sonntag. Mehr als 2000 Polizisten waren im Einsatz, dazu Wasserwerfer und Hubschrauber. Der vergleichbare Einsatz in der vergangenen Saison im Eintracht-Stadion gegen Hannover 96 kostete die Steuerzahler fast 900.000 Euro.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) war im März im Eintracht-Stadion dabei. Sie war auch am Sonntag in Hannover. Bereits im März äußerte sie sich gegenüber unserer Zeitung kritisch. Nun legte sie nach, forderte die Vereine ultimativ auf, tätig zu werden. Sie drohte mit einer Kostenbeteiligung, falls sich nichts ändert. Fans aus beiden Lagern warfen am Sonntag immer wieder mit Pyros und Böllern, sogar mit ganzen Sitzreihen. Einsatzkräfte wurden verletzt. (Hier geht es zum Kommentar)

Leser fordern Stadionverbote für einzelne Fans von Eintracht Braunschweig

Viele unserer Leser sind also auf der Linie der Ministerin. Ein Leser, der sich ickeausbs nennt, schrieb: „Solange der Verein die Fanszene hofiert, wird sich nichts ändern.“ Der Leser Sportingdaddy wies auf „ausufernde Gehälter und perverse Transferkosten“ hin. Deshalb sollten die Vereine selbst die Kosten für solche Polizeieinsätze übernehmen.

Auch Leser Raymondnomyar0815 forderte eine finanzielle Beteiligung der Vereine. Er schrieb: „Ist mir ein Rätsel, wie beispielsweise derart viele Pyros ins Stadion gelangen. Und wer einmal gewalttätig wird und oder Pyros verwendet, sollte lebenslang gesperrt werden.“ Gemeint ist ein Stadionverbot. Ähnlich argumentierte Leser Soeren.gruemmer. Er forderte: „Geisterspiele, bei solchen Aktionen sofort Spielabbruch - und Kostenübernahme durch die Vereine bei den Polizeieinsätzen.“

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Eine Leserin, die sich Strg_ghst nennt, wurde grundsätzlich. Sie erkannte „patriarchale Gesellschaften“ als Kern des Problems. Beim Fußball würde Gewalt hinzukommen. So werde „gern viel unnötiges Geld ausgegeben“. Grundsätzlich wurde auch der Leser Thisispenger. Er forderte: „Es wird Zeit, den Laden mal aufzuräumen, so wie es die Engländer gemacht haben. Da gibt es den ganzen Schwachsinn nicht mehr. Und leider sind die Vereine im Umgang mit den Hardcore-Fans zu unentschlossen.“

Andere Leser schreiben: Der Staat verdient gut mit beim Milliardengeschäft Fußball

Es gab natürlich auch einige Leser, die es ganz anders sehen und das Gewaltmonopol ganz klar beim Staat verorten. Fraenki_bs zum Beispiel schrieb: „Entbehrt jeglicher Diskussion. Was außerhalb vom Stadion passiert, ist öffentlicher Raum. Und da ist klar geregelt, wer für die Sicherheit aufkommen muss.“

Auch der Leser Am_btsv hält nichts vom Vorschlag von Ministerin Behrens. Er schrieb: „Der Staat verdient gut mit beim Milliardengeschäft Fußball! Wenn man über allgemeine Kosten redet, sollte man das mal generell machen und nicht immer nur bezüglich Fußball. Meine Steuergelder gerne für Polizeipräsenz beim Fußball und nicht für Demos oder Klimakleber.“