Braunschweig. Die Vorbereitungen der Polizei für das brisante Duell am 5. November sind in der Endphase. Am HBF Hannover werden massiv Einsatzkräfte bereit stehen.

Sechs Tage vor dem Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig laufen die Vorbereitungen der Polizei immer noch auf Hochtouren. Dabei muss die Einsatzleitung in Hannover zusammen mit den Kräften der Bundespolizei eine vermutlich komplexere Lage als in den Vorjahren händeln. Hintergrund ist die Partie des VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen, die in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Derby, ebenfalls am Sonntag, 5. November, in der VW-Stadt angepfiffen wird.

Insbesondere am Hauptbahnhof Hannover könnte es zu kritischen Lagen kommen. So erwartet die Polizei an dieser Drehscheibe des deutschen Bahnverkehrs an diesem Sonntagvormittag neben Fans von Hannover 96 und Reisenden aus Braunschweig auch Bremer Anhänger, die von hier aus in Richtung Wolfsburg umsteigen wollen. Die Erfahrung der vergangenen Derbys zwischen Eintracht und 96 zeigt, dass die Polizei mit einem massiven Polizeiaufgebot die Fan-Lager voneinander trennen wird. Wie sie das am HBF Hannover machen wird, darüber gibt es nur Spekulationen, aus verständlichen Gründen will sich die Einsatzleitung da nicht in die Karten schauen lassen. Auch über Einsatzstärken geben Bundes- und Landespolizeien im Vorfeld des Spiels keine Auskunft.

„Wundertüte“ Werder-Fans

Zahlen der Bundespolizei aus dem September 2022, als Eintracht Braunschweig zuletzt in der Landeshauptstadt gastierte, belegen, dass damals rund 2000 blau-gelbe Anhänger den Nahverkehr nutzten. Es ist davon auszugehen, dass bei einer ähnlichen Stadionauslastung und einer vergleichbar hohen Zahl an Braunschweigern im Stadion auch die Zahl der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer in etwa dieselbe sein wird. Die Bundespolizei registrierte 2022 etwa 12.000 Fans von 96, die den Hauptbahnhof als Ausgangs- beziehungsweise Umsteigepunkt nutzten, um von dort aus zum Derby ins Stadion zu fahren.

Aus Polizeikreisen heißt es, man wüsste allerdings nicht, wie viele Bremen-Fans mit der Bahn über Hannover fahren. Das sei eine „Wundertüte“. Ein Entlastungszug, der direkt zum Spiel nach Wolfsburg fährt, ist nach Informationen unserer Zeitung nicht bestellt. Bliebe das so, könnten auch bis zu 1500 Fans von der Weser in den Mittagsstunden in Hannover ankommen.

Fan-Sonderzug nach Hannover - Bis zu 1300 Fans können mitfahren

Nach allem, was unsere Redaktion im Vorfeld zur Anreise der Eintracht-Fans in Erfahrung gebracht hat, wird erneut nur ein Entlastungs- bzw. Sonderzug eingesetzt werden. Dieser soll rund 1300 Fans Platz bieten und direkt zum S-Bahnhof Fischerhof/Linden fahren. Gerüchte, aufgrund von Bauarbeiten könnte es hier Schwierigkeiten geben, scheinen sich nicht zu bewahrheiten.

Des Weiteren stehen die regulären, stündlichen Verbindungen der Westfalenbahn zur Verfügung, die bis zum HBF Hannover verkehren. Auch Züge des Fernverkehrs werden laut Deutscher Bahn an diesem Vormittag auf dieser Strecke fahren. Am Hauptbahnhof Hannover wird die Polizei dann dafür sorgen, dass die Fans sicher zu den Zügen zum Stadion geleitet werden. Insgesamt, so heißt es vonseiten der Polizei, sollten Stadionbesucher frühzeitig die Anreise antreten, um entspannt, auch mit Blick auf die Einlasskontrollen, zum Spiel zu kommen.