Helmstedt. Der Terrorverdächtige ist im November in Helmstedt festgenommen worden und sitzt seitdem in Gewahrsam. Was wollte der Mann?

Der 20-Jährige, der einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant haben soll, bleibt vorerst in Gewahrsam. Das habe das zuständige Amtsgericht entschieden, teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen am Dienstag mit. Weitere Details wollte das LKA aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Der Mann aus Sachsen-Anhalt war am 21. November in Helmstedtin Gewahrsam genommen worden – nach Hinweisen auf eine schwere Gewalttat. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Die Ermittler sahen den Weihnachtsmarkt in Hannover nach früheren Angaben als mögliches Ziel eines Anschlags an – das „können wir derzeit nicht ausschließen“, sagte ein LKA-Sprecher. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll der junge Iraker, der sich erst seit dem vergangenen Jahr in Deutschland aufhielt und in Niedersachsen einen Job gefunden hatte, darüber nachgedacht haben, Besucher eines Weihnachtsmarktes mit einem Messer zu attackieren.

Präventivgewahrsam kann bis zu 35 Tage dauern

Zuletzt wurden in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren festgenommen, die einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant haben sollen. Sie sollen mit der Terrororganisation Islamischer Staat sympathisiert haben.

Nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums kann ein Präventivgewahrsam laut Polizeigesetz nach einer richterlichen Entscheidung zunächst 14 Tage dauern. Dies kann nach der Prüfung durch einen Richter um weitere 14 Tage verlängert werden. Im Rahmen der Gefahrenabwehr ist demnach eine letztmalige Verlängerung um sieben Tage möglich.