Osterode. Ob für Cabrios, Wohnmobile oder Motorräder: Der Osteroder Verkehrswacht-Vorsitzende erklärt, wann Saisonkennzeichen sinnvoll sind.

In den kalten Monaten überwintern Motorräder oft ungenutzt bis zum Start der neuen Saison in der Garage. Aufgrund der eingeschränkten Nutzung setzen viele Biker deshalb auf das sogenannte Saisonkennzeichen, eine gegen eine einmalige Gebühr erwerbbare, zeitlich begrenzte Kfz-Zulassung. Doch laut Michael Ernst, Fahrlehrer und Vorsitzender der Verkehrswacht Osterode, ist das Saisonkennzeichen längst nicht mehr nur ein Geheimtipp unter Zweiradfahrern. „Abhängig vom Fahrzeugtyp und der Nutzung lohnt sich das Saisonkennzeichen auch bei Pkw. Gerade bei Cabrios, Oldtimern oder Wohnmobilen können damit einige Kosten gespart werden.“

Dabei genießt man im Unterschied zu einer vorübergehenden Abmeldung auch während der gesamten Ruhephase, also außerhalb des vereinbarten Zeitraums, den vollen Versicherungsschutz.
Michael Ernst, Vorsitzender der Verkehrswacht Osterode

Die Vorteile des Saisonkennzeichens liegen dabei laut Ernst auf der Hand: „Da sich sowohl die Kfz-Steuer als auch die Versicherungsbeiträge anteilig an der Zulassungszeit errechnen, werden mit einem Saisonkennzeichen nur die Monate bezahlt, in denen auch tatsächlich gefahren wird“, erklärt Michael Ernst. „Dabei genießt man im Unterschied zu einer vorübergehenden Abmeldung auch während der gesamten Ruhephase, also außerhalb des mit der Zulassungsstelle vereinbarten Zeitraums, den vollen Versicherungsschutz. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass das betroffene Fahrzeug in der Ruhephase in einer Garage oder auf einem privaten oder angemieteten Stellplatz parkt.“

Saisonkennzeichen: Zulassungszeitraum ist fix und kann nicht verändert werden

Der Zulassungszeitraum ist frei wählbar, muss aber mindestens zwei und maximal elf Monate betragen. Außerhalb dieses Zeitraums ist jegliche Nutzung des Fahrzeugs dann vollständig untersagt. Bei Zuwiderhandlungen drohen empfindliche Geldbußen und Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. „Das Modell besticht nicht durch Flexibilität“, räumt auch Ernst ein. „Einmal beantragt, ist der Zulassungszeitraum fix und kann im Nachhinein weder verkürzt noch verlängert werden.“

Bei klar festgelegter saisonaler Nutzung überwögen dennoch die positiven Aspekte des Saisonkennzeichens. „Besonders praktisch ist der Umstand, dass sich die Zulassung ohne Zutun des Fahrzeughalters automatisch von Jahr zu Jahr verlängert. Dank der nur einmal fälligen Gebühr von rund 50 Euro werden so nicht nur Kosten, sondern auch lästige Behördengänge gespart.“ Beantragt werden kann das Saisonkennzeichen bei der örtlichen Zulassungsstelle. Zwar beschleunige es nicht den Anstieg der Temperaturen, das dadurch Ersparte könne dann aber pünktlich zum Saisonstart in die nächste Spritztour investiert werden.

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