Corona-Impfzentren: Die Vorbereitungen beginnen

Göttingen.  Im Landkreis Göttingen läuft jetzt die logistische Vorbereitung für die Maßnahme an.

Auch Hausärzte könnten die Impfungen übernehmen.

Auch Hausärzte könnten die Impfungen übernehmen.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Der Impfstoff gegen das Corona-Virus macht Hoffnung auf eine Normalisierung des täglichen Lebens. Dafür werden Impfzentren benötigt. In Niedersachsen laufen die Vorbereitungen für eine Impf-Kampagne gegen Covid-19 im kommenden Jahr. In den Kommunen und in der Landesregierung beginnt jetzt die logistische Vorbereitung für die Maßnahme – auch in Stadt und Landkreis Göttingen .

Man werde in enger Kooperation mit den Landkreisen und kreisfreien Städten bis zu 60 Impfzentren aufbauen, kündigte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstagvormittag an. So soll ein Impfzentrum pro rund 150 000 Einwohner zur Verfügung stehen. Die Krisenstäbe in Stadt und Landkreis Göttingen haben sich bereits mit dem Thema befasst.

Infrastruktur muss erst geschaffen werden

Konkrete Planungen könne es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben, sagte Ulrich Lottmann, Sprecher der Göttinger Kreisverwaltung , gegenüber dem Göttinger Tageblatt. Schließlich seien die Verantwortlichen in den Kommunen ebenfalls erst durch die Pressekonferenz am Donnerstag parallel zur Öffentlichkeit informiert worden. Aufgabe der unteren Katastrophenschutzbehörden – in diesem Fall des Landkreises – werde jetzt sein, die Infrastruktur zu schaffen, geeignete Räumlichkeiten zu finden und das Zusammenspiel der Beteiligten vor Ort zu koordinieren.

Das Konzept des Landes sieht vor, dass eine zentrale Leitung für die Impfkampagne aufgebaut wird, die Kommunen die Impfzentren errichten und betreiben. Dafür kämen Stadtteil- oder Veranstaltungszentren infrage, erklärte Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages . Er sprach am Donnerstag von einer „noch nie dagewesenen Herausforderung “ für die Kommunen. Bis wann die Voraussetzungen für die breit angelegte Impfung geschaffen sein müssen, erklärte die Ministerin am Donnerstag nicht. Lottmann: „Wir haben noch keine Zeitvorgabe .“

Erste Impfungen sollen mobile Teams übernehmen

Niedersachsen wolle und werde vorbereitet sein, wenn die ersten Impfstoff-Chargen eintreffen, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann am Donnerstag bei der Vorstellung des Impfkonzepts der Landesregierung . Deshalb soll bereits jetzt die Planung für den Aufbau der Impfzentren im Land beginnen. Dass die Impfzentren gleich zu Beginn des nächsten Jahres in Betrieb gehen, hält Ministerin Reimann für sehr unwahrscheinlich. Sie sprach vom 2. Quartal. Das hängt nicht damit zusammen, dass die Kommunen es so schnell nicht hinbekommen würden. Das liege ganz einfach daran, dass Niedersachsen in den ersten Monaten des neuen Jahres wohl noch nicht über genügend Impfdosen verfügen wird.

Die ersten Impfungen werden daher in der Hand von mobilen Teams liegen. Die mobilen Teams sollen auch gezielt Alten- und Pflegeheime und Kliniken ansteuern. Später sollen dann die Hausarztpraxen die Impfungen übernehmen.

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