Lösungen für Daseinsvorsorge auf dem Land

Bovenden  Landkreis Göttingen hat Projekt gestartet. Osterode und Bad Grund sind dabei.

Teilnehmer beim Auftakttreffen der Innovationsgruppe „Urban Rural Solutions“, einem bundesweiten Modellprojekt, Bovenden.

Teilnehmer beim Auftakttreffen der Innovationsgruppe „Urban Rural Solutions“, einem bundesweiten Modellprojekt, Bovenden.

Foto: Landkreis Göttingen

Wie kann das Leben von Senioren erleichtert werden? Wie wird eine Region für Jugendliche attraktiver? Über diese Fragen haben Experten im Bürgerhaus Bovenden diskutiert. Das Treffen war Auftakt eines Dialogprozesses zur Entwicklung von Lösungen für die Daseinsvorsorge.

Der Landkreis Göttingen ist eine von bundesweit drei Modellregionen, in der die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Innovationsgruppe „Urban Rural Solutions“ entsprechende Prozesse gestaltet.

Handlungsoptionen erarbeiten

In der Innovationsgruppe arbeitet ein Team aus Praxis- und Wissenschaftspartnern mit Akteuren aus der Region zusammen. Das Ziel ist, lokal passende, umsetzungsfähige Handlungsoptionen für die Verbesserung oder den Erhalt von Daseinsvorsorgeleistungen zu erarbeiten und die Umsetzung geeigneter Lösungen zu unterstützen. Die Innovationsgruppe beschäftigt sich dabei mit Angeboten und Einrichtungen, die notwendig sind, um sich im alltäglichen Leben zu versorgen. Ein besonderes Potenzial wird in kooperativen Lösungen im regionalen bzw. interkommunalen Maßstab – zwischen Stadt und Land – vermutet.

Beim Auftakttreffen im Bürgerhaus Bovenden betonte Kreisrat Marcel Riethig, dass Stadt-Land-Beziehungen zur Sicherung der Versorgung vor Ort immer mehr an Bedeutung gewinnen würden, die Zusammenarbeit der Kommunen sei deshalb unabdingbar. Bei der anschließenden Diskussion standen die Themen Gesundheit und selbstständige Versorgung im höheren Lebensalter sowie Lebensqualität für Jugendliche und das verbindende Thema Mobilität im Fokus der Experten.

Städte im Altkreis

Im weiteren Projektverlauf werden in und um die zwei sowohl städtischen als auch ländlichen Fokusräume, die Stadt Osterode mit Bad Grund und den Flecken Adelebsen mit der Samtgemeinde Dransfeld, Bedürfnisanalysen und Ideenworkshops vorgenommen und weitere relevante Stellen eingebunden, um so zu neuartigen, kooperativen Lösungen vor Ort zu kommen.

Das Forschungsprojekt läuft bis 2019. Es wird beim Landkreis Göttingen von Regionalmanagerin Sarah Schreiber koordiniert.

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