Coronavirus-Pandemie

Freiheit in Verantwortung: Verwaltung dankt Geimpften

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Ein Mann geht vor einem Impfzentrum entlang.

Ein Mann geht vor einem Impfzentrum entlang.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa (Symbol)

Göttingen.  Die Hauptverwaltungsbeamten der Region Göttingen rufen die Bevölkerung zur Corona-Impfung auf.

„Ja zum Impfen und Verantwortung, nein zu Gewalt“: Mit diesen Worten wenden sich Landrat Marcel Riethig, Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und die Bürgermeister aller Städte, Samtgemeinden und Gemeinden an die Menschen im Landkreis Göttingen. In einer gemeinsamen Erklärung rufen sie zur Impfung auf und sprechen sich gegen Gewalt in der Diskussion um Schutzmaßnahmen aus.

„Das Coronavirus bedroht das Leben der Menschen in der Region – unsere Gesundheit und unsere Art zu leben. Dieser Bedrohung können wir nur miteinander begegnen, denn eine Infektion gefährdet jede und jeden Einzelnen und ihre Ausbreitung gefährdet alle“, heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung vom Montag. Individuelle Freiheit gebe es nur in einer Gesellschaft, die sie schützt – vor allem die besonders Verletzlichen seien in der Pandemie darauf angewiesen, dass alle sich schützen. Das Mittel dafür sei die Impfung.

„Wir respektieren Sorgen und Ängste“

Weiter erklären die Göttinger Hauptverwaltungsbeamten, der Instrumentalisierung von Unsicherheit und Not entgegentreten zu wollen: „Wir respektieren Sorgen und Ängste, wenden uns aber gegen Leugner, die Argumente nicht gelten lassen. Wir verurteilen den Versuch, mit kruden Weltbildern und menschenverachtenden Ideologien Staat und Gesellschaft zu diskreditieren.“ Den Bürgerinnen und Bürgern, die „sich selbst schützen und solidarisch handeln“, sprechen sie ihren Dank aus.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Hauptverwaltungsbeamten aus dem Landkreis Goslar eine ähnliche Erklärung abgegeben. Darin unterstellen sie einer „im gesamtgesellschaftlichern Vergleich kleinen Gruppe“ von Impfgegnern und Corona-Leugnern, „die Grundwerte unserer Demokratie in Frage“ zu stellen. Gegen Unwahrheit sei Information das beste Mittel, deshalb wolle man weiterhin mit den noch nicht geimpften Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises in den Dialog treten und bei ihnen mit Informationen, Aufklärung und Einfühlungsvermögen für die Impfung werben. Zuletzt war bekannt geworden, dass der Osteroder Bürgermeister Jens Augat (SPD) nach einer Rede auf einer Kundgebung für die Corona-Maßnahmen im Internet bedroht wurde, die Polizei ermittelt in dem Fall.

Regelmäßige Demonstrationen in unserer Region

Seit Anfang Dezember kommt es in unserer Region regelmäßig zu Kundgebungen für und gegen die aktuelle Corona-Politik und vor allem die Impfpflicht. Die Gruppe der Impfgegner gilt als vielschichtig; dort mischen sich Politiker, Verschwörungsgläubige, Rechtsextreme und Zivilisten, die zum Teil auch Lügen anderer Gruppen aufsitzen und so instrumentalisiert werden.

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