Mehr Arbeitslose: Arbeitsmarkt zollt der Corona-Pandemie Tribut

Göttingen.  Im August gab es deutlich mehr Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht hervor.

„Wir verzeichnen in der Gruppe der Arbeitslosen unter 25 Jahren einen für August typischen Anstieg. Allerdings liegen die Werte aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch hier deutlich über dem Vorjahresniveau“, berichtet Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit Göttingen.

„Wir verzeichnen in der Gruppe der Arbeitslosen unter 25 Jahren einen für August typischen Anstieg. Allerdings liegen die Werte aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch hier deutlich über dem Vorjahresniveau“, berichtet Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit Göttingen.

Foto: Pexels

Auch im August war auf dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt ein saisonal nicht unüblicher leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat waren im August 304 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Der in Folge der Corona-Pandemie deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat schlug dagegen mit einem Plus von 3.110 Personen oder 23,9 Prozent zu Buche. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Göttingen hervor.

Im zurückliegenden Monat waren 16.149 Menschen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet, was einer Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent entspricht. Vor Jahresfrist betrug die Arbeitslosenquote noch 5,4 Prozent, im Juli lag sie bei 6,5 Prozent. Wie in den Sommermonaten üblich, ist nach Agenturangaben insbesondere die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren angestiegen. Diese saisonale Entwicklung hänge mit dem Ende von Ausbildung und Schule zusammen, wobei der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat mit 30,1 Prozent oder 503 Betroffenen auf insgesamt 2.176 recht deutlich ausfalle.

„Auf dem Ausbildungsmarkt geht noch was“

Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit Göttingen, erklärt: „Wir verzeichnen in der Gruppe der Arbeitslosen unter 25 Jahren einen für August typischen Anstieg. Allerdings liegen die Werte aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch hier deutlich über dem Vorjahresniveau.“ Der Anstieg sei nicht darauf zurückzuführen, dass weniger Betriebe ihre ausgebildeten Nachwuchskräfte übernähmen. Vielmehr bewegten sich die Zugänge nach schulischer, betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung auf dem Vorjahresniveau. Gläser: „Wir haben an dieser Stelle die Situation, dass in den letzten Monaten weniger junge Arbeitslose eine neue Beschäftigung gefunden haben oder noch einen Ausbildungsplatz suchen. Und auch die Zahl derjenigen, die an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen, hat noch nicht wieder ganz den Vor-Corona-Stand erreicht. Aber ich bin optimistisch, dass die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen wieder sinken wird. Denn auf dem Ausbildungsmarkt geht noch was, und die Nachfrage der regionalen Unternehmen zieht wieder an.“

Die Zahlen aus den Landkreisen

In den zum Agenturbezirk Göttingen zählenden Landkreisen Göttingen und Northeim stieg im vergangenen Monat die Arbeitslosigkeit jeweils leicht an. So waren im Landkreis Northeim im August 4.287 Menschen arbeitslos, 36 (0,8 Prozent) mehr als im Vormonat und 655 (18 Prozent) mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,1 Prozent. Damit liegt sie 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Deutlicher noch stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum August 2019 im Landkreis Göttingen an, nämlich um 1,4 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Im zurückliegenden Monat waren hier 11.862 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 268 (2,3 Prozent) mehr als im Juli und 2.455 (26,1 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. mp

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