Bürgermeisterkandidatin wünscht sich Paradies auf Erden

Osterode.  Maren Katja Drews schaltet sich in den Kampf um das Bürgermeisteramt in Osterode ein und kandidiert mit einem geradezu paradiesischen Wahlprogramm.

Maren Katja Drews.

Maren Katja Drews.

Foto: Michael Paetzold / HK

Lange schon ist der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Osterode entbrannt, Landes- und Bundespolitiker von CDU und SPD geben sich in Osterode die Klinken in die Hand, um ihre Kandidaten, Andreas Röthke (CDU) und Jens Augat (SPD), zu unterstützen. Die Straßen sind zugepflastert mit teils überdimensionalen Wahlplakaten, eine Wahlveranstaltung jagt die nächste.

Da wirft in der heißen Phase – die Bürgermeisterwahlen sind am 15. September – Maren Katja Drews ihren Hut in den Ring, geboren am 21. Mai 1968 in Würzburg und aufgewachsen seit dem vierten Lebensjahr in Osterode. Die gelernte Friseurin, die nach zehnjähriger Findungsphase unter anderem in Köln und München 1996 nach Osterode zurückkehrte, während der Kindererziehungszeiten mehrere Häuser in Osterode sanierte und die nach eigenen Aussagen dir Verwaltung von Immobilien in ganz Niedersachsen für holländische Großinvestoren schulterte, will es aus eigener Kraft schaffen und hat eine spezielle Sicht auf die Dinge. „Ich ergreife Partei für die Menschlichkeit, für unsere Jugend, die mir besonders am Herzen liegt, für das zu wenig wertgeschätzte arbeitende Volk und für unsere Rentner“, erklärt sie ihren Ansatz. Es sei die Ungerechtigkeit, die sie antreibe und ein Ende haben müsse. „Ich glaube an das Paradies auf Erden. Meine Vision ist es, dieses für alle zugänglich zu machen.“

Wahlprogramm

Paradiesisch für so manchen Osteroder Bürger klingt dann auch ihr Wahlprogramm. Es liest sich wie ein Wunschzettel. So soll der Denkmalschutz gelockert werden, der in Osterode für massiven Unmut sorgt und in der Zuständigkeit des Landkreises liegt, das Stadtfest, für das es zuletzt keinen Ausrichter mehr gab, soll wieder aufleben. Es gelte, Osteroder Geschäftsleute zu unterstützen, ein Kino soll es wieder geben, zudem ein Jugendzentrum mit Café und ein Mehrgenerationenhaus, wo positiv denkende Menschen sich miteinander verbinden können und ihre Freizeit miteinander gestalten. Selbst für das Erlebnisbad Aloha, das nach jahrelangen kontrovers geführten Diskussionen vor dem Umbau steht, will die Kandidatin alternative Lösungen finden. Wie das alles umzusetzen ist, lässt sie derzeit noch offen. „Viele Osteroder denken einfach zu negativ“, ist sich Maren Katja Drews sicher, die seit März 2015 als Testwagenfahrerin arbeitet, und kritisiert die Arroganz vieler Politiker, die viel redeten und diskutierten, aber oft selbst nicht wussten, was gesagt wurde oder was zu tun ist. „Lasst uns aus dieser noch kalten, voller Neid, Gier und Missgunst bestehenden Welt eine warme, mitfühlenden Welt machen“, ruft sie die Gemeinschaft zur Mitarbeit auf.

Etwas ganz fest wollen

Rechnet sich Maren Katja Drews Chancen aus, das Rennen um das Bürgermeisteramt in Osterode tatsächlich zu machen? Da glaubt die alleinerziehende Mutter an die Kraft der Gedanken: Man müsse etwas nur ganz fest wollen, dann stelle sich auch der Erfolg ein, ist sie sich sicher.

Ach ja, und noch eine wichtige Botschaft hält die Kandidatin auf ihrer Internetseite bereit. Die Welt stehe vor einem enorm großen Wandel, das Finanzsystem stehe kurz vor dem Zusammenbruch. „Um dem Sturm gelassen entgegen zu treten, deckt Euch bitte mit haltbaren Lebensmitteln ein, Kerzen und Wasservorräten für 14 Tage“, rät sie und erwartet nach dem Sturm goldene Zeiten für alle „Herzensmenschen“.

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