„Für uns war es eine spannende Zeit“

Osterode.  39 Fachoberschülerinnen und Fachoberschüler haben ihr Wirtschaftzeugnis in der Tasche.

Lucas-Maurice Langer, Tabea Ruschmeyer und Alexander Dix nach der Ehrung zusammen mit Oberstudiendirektor Heiko Seemann-Weymar (2. v.l.) und Studiendirektorin Nadine Hoffmeister (rechts).

Lucas-Maurice Langer, Tabea Ruschmeyer und Alexander Dix nach der Ehrung zusammen mit Oberstudiendirektor Heiko Seemann-Weymar (2. v.l.) und Studiendirektorin Nadine Hoffmeister (rechts).

Foto: Petra Bordfeld / HK

Die einen drückten im ersten Jahr nicht fünf Tage die Woche die Schulbank, weil sie an drei Tagen einen Praktikumsbetrieb besucht hatten. Zusammen mit denen, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hatten, legten sie gemeinsam ein Jahr Schule zurück. Eines hatten alle gemeinsam: Sie durften ihr Zeugnis der Fachoberschule – Wirtschaft in der BBS 1 entgegennehmen.

Das geschah im Rahmen einer Feierstunde im Forum der BBS 1, an welcher auch viele Eltern, Angehörige, Freunde und Lehrkräfte der 39 Absolventinnen und Absolventen teilgenommen hatten. Begrüßt wurden alle erst einmal von Lucas-Maurice Langer mit romantischen Klängen am Klavier. Aber auch die Schulband, Leah Hagemeister, Ayke Bücher und Adrian Hüttig, wussten mit ihren Interpretationen von Hits zu überzeugen. Danach gehörte die Aufmerksamkeit dem Schulleiter der BBS 1, Oberstudiendirektor Heiko Seemann-Weymar, dessen Begrüßung unter dem Motto „Ihr Tag, Ihr Abschied, Ihr Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt“ stand.

Ein gutes Team

Schließlich hätten alle Absolventinnen und Absolventen während der Zeit in der Fachoberschule (FOS) viel Gutes und manch Schwieriges miteinander erlebt. „Ich hoffe, dass das Gute überwiegt“. In jedem Fall dürften sich alle zu Recht über ihren Erfolg freuen und auch stolz darauf sein. „Wir sind auch stolz, dass Sie unsere Schülerinnen und Schüler waren, und wir Sie auf Ihrem persönlichen Bildungsweg ein wenig fördern aber auch fordern konnten“. Als Schulleiter sei es für ihn eine große Beruhigung, zu wissen, dass er ein Team um sich habe, welches die nicht geringen inhaltlichen, pädagogischen, organisatorischen und beratungstechnischen Herausforderungen auf dem Weg zur Fachhochschulreife (FHR) engagiert, fachlich kompetent, unaufgeregt, schülernah und rechtssicher bewältigt hat. „Von diesem Team-Geist haben Sie sicherlich auch profitiert“. Er könne sich zwar gut vorstellen, dass die jungen Menschen diese Feier als Verabschiedung in die Freiheit sehen. Dabei sollte aber niemand vergessen, dass mit der Freiheit auch die Verantwortung wachse. Laut Experten seien Freiheit, Verantwortungsübernahme, Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Gemeinschaftserleben allerdings als bedeutende Glücksfaktoren zu sehen. „Nutzen Sie nun Ihre Freiheit, aber gehen Sie auch verantwortlich damit um“, sagte der Schulleiter. Studiendirektorin und Koordinatorin der Fachoberschule – Wirtschaft, Nadine Hoffmeister, wiederum plauderte in ihrer Verabschiedungsrede auch ein wenig aus dem Nähkästchen. Genau das öffnete sie mit einer Postkarte, auf welcher der Spruch „Die schönsten Erinnerungen sind die an gemeinsam verbrachte Zeiten“ geschrieben steht. Genau der habe sie verleitet, in die Anfänge der Klasse 11 und der Klasse 12 zu schauen, wo das Kennenlernen ganz oben stand. Damals seien auch Briefe an das jeweilige Zukunfts-Ich geschrieben worden, welche die Sprecherin am Zeugnistag wieder aushändigte. Wenn sie selbst an ihre Entlassfeier denke, da erinnere sie sich auch daran, dass ihre Eltern und Freunde zugegen waren.

Wappnen für private Erlebnisse

Das gleiche Bild präsentiere sich jetzt. Denn der Anteil am Erfolg der Absolventinnen und Absolventen sei riesig. „Vielen Dank für Ihre Unterstützung“! Sie hoffe aber nicht nur, dass diese positive Begebenheit in Erinnerung bleiben möge, sondern auch die an die Lehrerschaft, aus deren Leben sich jetzt die jungen Leute stehlen würden. Letztendlich äußerte sie aber auch ihre Wünsche für die Zukunft der Ehemaligen: Nach dem Feiern und Ausruhen, sollte sich jeder für die notwendigen Schritte auf der Karriereleiter und für die privaten Erlebnisse wappnen. „Ich wünsche Ihnen eine stets gute Verbindung zu Ihrer Familie und Ihren Freunden – wo auch immer Sie auf der Welt sein mögen“.

Dank an Lehrkräfte

Lucas Maurice Langer (FO 12 A), Viktoria Ulmann (FO 12 A), Jenny Rehfeld (FO 12 B) und Soner Isci (FO 12 B) riefen im Namen der Absolventinnen und Absolventen ins Forum: „Wir haben es geschafft“! Sie dankten den Lehrerinnen und Lehrern für deren Geduld. Denn ab und an habe man nicht verstanden, wofür das eine oder andere Thema mal gebraucht werden könne. „Das werden wir sicherlich bald erfahren“. In jedem Falle stünde eins für alle fest: „Mit dem zweithöchsten Schul-Abschluss stehen uns auf jeden Fall viele Türen offen. Es war eine spannende Zeit, in der wir gelernt haben, dass man zum Beispiel bei Schülerprojekten gemeinsam mehr erreichen kann als alleine“.

In der Zukunft werde Teamarbeit immer eine wichtige Rolle spielen, genauso wie Verantwortung zu übernehmen. Ein Dankeschön gab es für die Lehrkräfte. Vor den Abschiedsworten der erfolgreichen Prüflinge wurden aber noch eine Absolventin und zwei Absolventen geehrt. Für sehr gute Leistungen war dies Luca-Maurice Langer (FO 12 A), für soziales Engagement Tabea Ruschmeyer (FO 12 B) und Alexander Dix (FO 12 B), für den Erwerb interkultureller Kompetenzen Luca-Maurice Langer und Alexander Dix.

Nach dem Abschiedslied seitens der Schulband nahmen viele die Einladung zum kalten Buffet an.

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