Sturm „Friederike“ hält Polizei und Feuerwehr in Atem

Osterode  Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. In Förste wehte es gleich das Dach einer Scheune auf die Fahrbahn. Verletzt wurde niemand.

Das Sturmtief Friederike hat Donnerstag in der Region für Dauereinsätze bei Polizei, Feuerwehr und Straßenmeistereien gesorgt. Zahlreiche Straßen mussten wegen entwurzelter Bäume und Büsche sowie herabfallender Äste gesperrt werden. Die Bahn stellte ihren Verkehr schließlich sogar bundesweit ein. Und auch Metronom stoppte den Zugverkehr zwischen Hannover und Göttingen.

In Osterode war die B 241 sowohl Richtung Dorste als auch in Richtung Clausthal zeitweise gesperrt. Die B 498 war bei Riefensbeek stark beeinträchtigt. Dicht war auch die Strecke Osterode – Schwiegershausen. Und auf der Straße von Willensen nach Willershausen ging ebenfalls eine ganze Zeit nichts mehr. Dort saß eine Autofahrerin zwischen umgestürzten Bäumen fest. Sie wurde von den Feuerwehren Willershausen und Echte befreit und in Sicherheit gebracht. Ähnliche Szenarien spielten sich zwischen Bilshausen und Sudershausen ab. Auch hier war die Feuerwehr zur Rettung von Autofahrern gefordert. „Am besten, man bleibt zu Hause“, so ein Sprecher der Polizei Osterode.

In Herzberg stürzte in der Andreasberger Straße Höhe Kappa ein Baum auf einen geparkten VW Golf. Am Abend noch gesperrt war die K 427 nach Aschenhütte.

Aber nicht nur brechende Äste und umstürzende Bäume bildeten eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer, auch Dachziegel verwandelten sich in gefährliche Geschosse. Die Orkanböen deckten unter anderem ein Dach Am Rollberg in Osterode ab. In Förste wehte es gleich das Dach einer Scheune auf die Fahrbahn.

Die Polizei Bad Lauterberg meldete zahlreiche Einsätze im Stadtgebiet und der Umgebung. Von einer Vollsperrung betroffen war hier zum Beispiel die Landesstraße 602 zwischen Hohegeiß und Zorge. Ob Tettenborn-Kolonie, Oderfelder Straße, Am Bühberg oder Heikenbergstraße – um nur einige zu nennen – reihte sich Einsatz um Einsatz wegen umfallender Bäume. Bei Lidl wehte es einen Bauzaun auf die Straße.

Passagiere des Öffentlichen Nahverkehrs brauchten in Bad Sachsa Geduld: Hier unterbrach ein querliegender Baum die Fahrt eines Linienbusses. Erst nach der Räumung konnte er seine Tour fortsetzen.

In Teichhütte richtete eine umgestürzte Pappel erheblichen Schaden an einem Haus an. Dabei wurde auch eine oberirdische Telefonleitung beschädigt. Dadurch waren Gewerbebetriebe in diesem Bereich über Festnetz nicht mehr erreichbar.

Auch zwischen Seeburg und Ebergötzen kam es zu Vollsperrungen. In Duderstadt fegte der Orkan Ziegel vom Dach der St.-Servatius-Kirche. Und der Oberharz war nur schwer erreichbar.

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