Erster Übungsabend nach 4 Monaten: Tambour-Corps probt gemeinsam

Herzberg.  Die Mitglieder des Musikvereins aus Herzberg trafen sich nach mehr als vier Monaten Corona-Pause zum ersten Übungsabend – unter freiem Himmel.

Das gemeinsame Üben machte nach mehreren Monaten Corona-Pause besonders großen Spaß.

Das gemeinsame Üben machte nach mehreren Monaten Corona-Pause besonders großen Spaß.

Foto: Paul Beier / HK

Am 11. März dieses Jahres absolvierte der Musikverein Tambour-Corps Herzberg wegen der zunehmenden Corona-Pandemie das letzte gemeinsame Üben für den Zeitraum von mehr als vier Monaten. Danach blieb der Raum in der Nicolai-Grundschule, in dem das Tambour-Corps seine Übungsstunden abhält, bis zum 22. Juli geschlossen, weil gemeinsames Üben nicht mehr stattfinden durfte. Doch jetzt traf man sich endlich wieder.

Am 15. März forderten der Vorstand und Dirigentin Claudia Rettstadt mit einer E-Mail die Musiker auf, die beigefügten Musikstücke zu Hause zu üben. Zu dem Zeitpunkt hatte die Pandemie noch nicht den vorläufigen Höhepunkt erreicht. Ein Ende war noch nicht abzusehen.

Manche Musiker haben danach ab und zu ihre Instrumente in die Hand genommen. Viele von ihnen genossen nach der anstrengenden Saison erst einmal die „Corona-Zwangspause“. Dazu zählte auch die Vorsitzende Petra Wehe, wie sie selbst eingesteht.

Die Dirigentin Claudia Rettstadt und der Musikwart Dieter Jacobi hätten sich indes die ganze letzte Zeit musikalisch betätigt. Claudia Rettstadt hat in Sieber die Bürger bei verschiedenen Anlässen musikalisch unterhalten, während Dieter Jacobi sonntagabends bei „Open Windows“ oder „musikausdemfenster“ im Garten musizierte.

Am vergangenen Mittwochabend fand dann die erste Probe auf dem Schulhof der Nicolai-Grundschule statt. Hierzu hatten die Musiker die Genehmigung von Bürgermeister Lutz Peters erhalten. Vom Schulleiter gab es die Genehmigung der Toilettenbenutzung – und von den gefragten Anwohnern gab es keine Proteste.

Wegen der Sommerferien und der Urlaubszeit konnte die Dirigentin nicht alle Mitglieder des Tambour-Corps zur Probe begrüßen. Dafür waren diejenigen, die gekommen waren, umso eifriger und motivierter.

Auf die Einhaltung der Hygienevorschriften hatte man großen Wert gelegt. Dazu zählten unter anderem die Einhaltung der Abstände (angezeigt durch blaue Bänder), die Bereitstellung und Nutzung der Ausstattung eines Hygieneständers und das Betreten der Toilette in der Schule jeweils nur durch eine Person. In den Übungspausen erinnerten sich die Musiker gerne an die Veranstaltungen zum 60-jährigen Bestehen des Tambour-Corps im September vergangenen Jahres mit „Großem Zapfenstreich“ auf dem Marktplatz und gemeinsamem Konzert mit vielen befreundeten Orchestern.

Befragt nach weiteren Vorhaben sagte Petra Wehe, alle Termine für dieses Jahr seien wegen der Pandemie abgesagt worden. Man wolle jetzt den Probetrieb erst wieder anlaufen lassen. Sie hoffe nur, dass nicht einzelne Mitglieder durch die „Corona-Pause“ auf den Geschmack von mehr Freizeit gekommen seien und es dadurch bei einzelnen Instrumenten wie Trompete und Schlagzeug zu Engpässen kommen könnte, so Petra Wehe.

Für das Tambour-Corps an sich gibt es keine Sommerpause, die Proben finden jeweils Mittwochabend von 18.30 bis 20 Uhr im Bereich der Nicolai-Grundschule statt. Hierzu sind Interessenten und Neugierige willkommen. Falls es die äußeren Umstände irgendwann zulassen, werde man über einen Auftritt im Freien wieder nachdenken, bemerkt Petra Wehe. Zunächst denke man über die Durchführung der ausgefallenen Jahreshauptversammlung im Monat September nach.

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