Flüchtlingsfamilien suchen Wohnungen im Zentrum Herzbergs

Herzberg  Zukunftswerkstatt bittet Hausbesitzer, sich zu melden.

Die Herzberger Fußgängerzone.

Die Herzberger Fußgängerzone.

Foto: Mark Härtl

Nach Herzberg sind in den letzten drei Jahren circa 400 Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak und Iran gekommen. Durch den damals leerstehenden Wohnraum wurden in Herzberg vor allem Familien aufgenommen.

Mittlerweile sind die Kinder in die Kindergärten und Schulen integriert und die meisten von ihnen sprechen bereits gut Deutsch. Auch die Eltern haben Deutsch- und Integrationskurse besucht, so dass die Kommunikation im Alltag gelingt, berichtet Lena Schaumann von der Zukunftswerkstatt Herzberg.

Viele versuchen derzeit den Schritt ins Arbeitsleben zu schaffen. Die Arbeitsagentur und das Job-Center helfen dabei mit Weiterbildungskursen und Praktika. In Restaurants, Hotels, in der Altenpflege, aber auch in der Industrie konnten bereits mehrere Arbeits- und Ausbildungsverträge erfolgreich abgeschlossen werden.

In Gesprächen äußern viele Neuankömmlinge, dass sie gerne in Herzberg leben und – sofern sie Arbeitsmöglichkeiten in dieser Region finden – gerne dauerhaft hier bleiben möchten. Aktuell sind allerdings viele auf der Suche nach einer größeren Wohnung, da viele Familien sich durch Geburten bzw. Familienzusammenführung vergrößert haben. Bevorzugt möchten sie in die Fußgängerzone und deren nahe Umgebung ziehen.

Schaumann sagt dazu: „Es wäre ideal, wenn anstelle von Leerstand durch Familien mehr Leben in die Herzberger Fußgängerzone einzöge. Wir sind gerne bereit, dabei behilflich zu sein Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.“ Sie weist auch darauf hin, dass unter den Suchenden viele Familienväter sind, die in ihrem Herkunftsland als Maurer, Maler, Schweißer etc. gearbeitet haben, also bei Renovierungen auch mithelfen könnten.

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