Esperanto-urbo widmet Dr. Zamenhof zum 100. Todestag einen Platz

Herzberg  Als Ehrung des Gründers der Weltsprache Esperanto wurde der Platz am Wasserrad in Herzberg nach ihm benannt.

Die Teilnehmer bei der Einweihung des Zamenhof-Platzes in Herzberg.

Die Teilnehmer bei der Einweihung des Zamenhof-Platzes in Herzberg.

Foto: Paul Beier

Am 14. April 1917 verstarb der Begründer der Weltsprache Esperanto, Dr. Ludwik Lejzer Zamenhof. Mit einer Reihe von Veranstaltungen gedenken Esperanto-Freunde in der ganzen Welt des 100. Todestages des Erfinders der Brückensprache.

Am vergangenen Samstag wurde im Vorgriff auf den besonderen Todestag von Dr. Zamenhof vom Herzberger Esperanto-Centro eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt. Unter anderem stand eine besondere Ehrung auf dem Programm. Nachdem vor einiger Zeit ein Denkmal für Dr. Zamenhof auf dem Parkplatz neben dem Wasserrad errichtet worden war, wurde am Samstagnachmittag der dortige Bereich in „Zamenhof-Platz“ benannt.

Die offizielle Einweihung nahm Wolfgang Weippert, der allgemeine Vertreter des Herzberger Bürgermeisters, vor. In einem kurzen Rückblick zeigte Weippert die Entwicklung der Weltsprache in Herzberg auf. Sprache, Verständigung, das Interesse an anderen, vielfältigen Kulturen und somit letztlich die Völkerverständigung seien seinem Verständnis nach die Grundlagen für die Esperanto-Bewegung, so Weippert.

Gäste aus Island und Österreich

In seiner Festansprache ging Peter Zilvar, Vorsitzender des Esperanto-Zentrums Herzberg, auf die bahnbrechende Arbeit von Dr. Zamenhof und die Umsetzung der Idee in der ganzen Welt ein. Sein besonderer Gruß galt den Esperanto-Freunden, die unter anderem aus mehreren Bundesländern, Island, Österreich, Berlin und Halle angereist waren.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Esperanto-Chor aus Halle/Saale. Nach dem Besuch der Esperanto-Ausstellung im Schlossmuseum und einer gemeinsamen Kaffeetafel rundete ein Besuch des Esperanto-Centro mit Besichtigung des Archivs und der Bibliothek die hiesigen Veranstaltungen zum 100. Todestag von Dr. Zamenhof ab.

Durch Zamenhof haben Millionen Menschen Kontakte zu einander aufnehmen können, die ansonsten aus politischen, weltanschaulichen und historischen Gründen nie zueinander gefunden hätten. So erwies sich unter anderem die neutrale Brückensprache als besonders hilfreich für direkte Kontakte der Bürger der beiden partnerschaftlich verbundenen Städte Herzberg und Stadt Góra/Polen.

Seit Juli 2006 benutzt Herzberg den offiziellen Beinamen „die Esperanto-Stadt“ („la Esperanto-urbo“). In der Folge besuchen Esperanto-Freunde aus aller Welt das Interkulturelle Zentrum Herzberg und lernen nicht nur Esperanto in Deutschland, sondern auch Herzberg und Umgebung bei Seminaren, Exkursionen oder auch nur bei einem Urlaubsaufenthalt kennen.

Für ihr besonderes Engagement wurden Peter Zilvar und Zsofia Korody schon mehrfach der Dank der Stadt Herzberg ausgesprochen.

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