Es reicht wohl nicht, an 364 Tagen zu tanzen

Leserbrief zum Artikel „Juso-Chef: Tanzverbot an Karfreitag kippen“

Die Diskussion um das Tanzverbot an Karfreitagen kommt jedes Jahr neu in die Medien. Es reicht manchen Menschen eben nicht, dass sie an 364 Tagen im Jahr tanzen können, nein es muss auch noch am Karfreitag sein! Mein Vorschlag: Der Gesetzgeber schafft nicht nur den Karfreitag als staatlich geschützten Feiertag ab, sondern auch den 2. Weihnachtstag, den 2. Ostertag, den 2. Pfingsttag und Christi Himmelfahrt.

Als gläubiger ev.-luth. Christ brauche ich diese Tage nicht als geschützten Feiertag; ich kann auch abends einen Gottesdienst besuchen. Schließlich geht das am Buß- und Bettag auch, der als Feiertag der Finanzierung der Pflegeversicherung zum Opfer fiel. Die ersten Christen kamen ja auch nicht in den Genuss eines geschützten Feiertages zur Ausübung ihres Glaubens. Wer sich an den genannten Tagen vergnügen will, soll das dann nach Herzenslust tun können – nur muss er dann eben einen Urlaubstag dafür opfern.

Gegen christliche Feiertage zu wettern, aber sie zur Freizeitgestaltung selbstverständlich zu nutzen, ist pure Heuchelei.

Und wer fordert, diese christlichen Feiertage in weltliche Feiertage umzunutzen, zeigt nur, dass es ihm gar nicht um diese Feiertage geht, sondern um die Befriedigung seines eigenen Egos. Aber vielleicht stört die Kritiker ja auch nur alles, was noch mit dem Christentum zu tun hat.

Ingolf Berlin, Osterode

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