Faktengepansche – neuer Lieblingssport?

Leserbrief zu den Themen 1. Tibetfahnen und 2. Fukushima

Ich halte nur schwer aus, dass ich fast jeden Tag Faktengepansche in der Zeitung lesen muss. Dazu zwei Beispiele. 1. Tibetfahnen über Osterode (Artikel und Leserbrief vom 8. und 12. März). Was sich gut anhört, ist noch lange nicht richtig. Der Leserbrief und die Berichterstattung ist eine einseitig europäische Sichtweise mit esoterisch angehauchter Sozialromantik. Ich habe über Monate bei Bergexpeditionen Tibet und dessen Bewohner kennenlernen können. Nicht alle Tibeter sind traurig über ihr heutiges Leben, obwohl die Eroberung und Annektierung Tibets völkerrechtlich ein Verbrechen war. Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts hatte die Bevölkerung ein Leben wie bei uns im Mittelalter, unter unvorstellbarer Armut. Denn sie lebten unter der autokratischen Herrschaft einer klerikalen Machtclique, die allen Reichtum, die das Volk erarbeitete, in und für ihre religiösen Zentren bündelte. Das Leben dort hatte eben zwei Seiten, die man kennen, und über die man ausgeglichen berichten sollte. Ähnlich aufgebaute Staatsformen gibt es heute noch in Saudi-Arabien oder Nordkorea. Wehen bald auch deren Fahnen in Osterode?

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