Grundstein der Daseinsvorsorge

Leserbrief zum Thema „Talsperren im Harz“

Auf einmal: „Trinkwasser im Harz wird jetzt knapp“ – Aussage der Harzwasserwerke im HarzKurier vom 8. November 2018. Ja, die Bewohner des Harzes wundert es nicht, fahren oder laufen sie doch oft täglich an den leeren Talsperren vorbei: Söse-, Oder-, Granetalsperre – die Bilder sind erschreckend.

Aber die Harzwasserwerke sind ja ein Wirtschaftsunternehmen, und damit verdienen sie nicht am Wassersparen..., das hätten sie sonst schon im Sommer – auch in Verbindung mit politischen Institutionen – für die Bevölkerung klar machen sollen.

Aber da war noch von „Stolz“ die Rede, dass die Werke „aktuell den Stresstest“ bestehen (HarzKurier vom 6. August). Wasser kann man mal halt nicht in der Fabrik beliebig herstellen, sondern ist ein Grundstein der Daseinsvorsorge und sollte deshalb nicht der wirtschaftlichen Denkweise unterworfen sein.

Jetzt sollen vor allem zwei Maßnahmen greifen: erstens die Reduktion der Wasserabgabe in die Unterläufe, unterhalb der Sperren (auch wenn das für die Flora und Fauna der Flüsse dramatische Auswirkungen haben kann...); und zweitens der Geschäftsführer „informierte über ein Forschungsprojekt, das den gesamten Harz als Wasserspeicher in den Blick nimmt...“ (HarzKurier vom 8. September) – also doch noch wieder Siebertal im Blick (?) oder hin und her pumpen zwischen den Sperren (?) Oder doch irgendwann mal zukunftsweisende Vorschläge für Wassereinsparungen für Industrie und Bevölkerung?!“

Michael Schulte, Osterode

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