Corona-Soforthilfe: Lasten gerecht teilen

Auch die Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche bedingen große Opfer, leider sehr ungleich verteilt.

Dieser verdammte Virus fordert viele Opfer – und zwar nicht nur Menschenleben, wenn das auch zweifellos am furchtbarsten ist. Nein, auch die Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche bedingen große Opfer. Und leider ist das alles sehr ungleich in der Gesellschaft verteilt: Einige sind viel stärker betroffen als andere, auch das gilt sowohl für die gesundheitlichen Gefahren durch die Krankheit, wie auch für die Belastungen und Einschränkungen, die die Bekämpfung des Virus zwangsläufig mit sich bringen.

Solche Ungleichheiten können für eine Gesellschaft zersetzend wirken, wenn sie zunehmend als Ungerechtigkeit wahrgenommen werden. Es steht doch außer Frage, dass diese Pandemie eine gewaltige Herausforderung für die Gesellschaft als Ganzes ist, für uns alle zusammen. Und darum müssen wir, muss der Staat, dafür sorgen, dass Lasten und Kosten gerecht geteilt werden und dass Härten, die durch die Maßnahmen entstehen, bestmöglich abgefedert werden.

Wenn die wirtschaftliche Existenz eines kleinen Betriebes oder eines Selbstständigen in Gefahr ist, weil er seinen Beruf aufgrund des Lockdowns oder der Hygienevorschriften nicht mehr ausüben kann, wenn also der Staat die Ausübung des Berufes verbietet, dann sollte der Staat genauso rasch und effektiv für eine ausreichende Soforthilfe und Entschädigung sorgen, wie viele der in meinen Augen wichtigen Maßnahmen gegen die Seuche beschlossen wurden.

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