Dies ist nicht die Zeit, Normalität um jeden Preis zu leben

„Bis auf Tuchfühlung schieben sich manche heran und husten und quatschen einem in den Nacken. Ist das Unwissenheit oder Ignoranz?“

Am Montag tummelten sich Gruppen von Kindern in der Innenstadt, genossen Schulfrei und Eis in der Frühlingssonne, so als sei nichts geschehen. Unglaublich, findet unser Redakteur Michael Paetzold.

Am Montag tummelten sich Gruppen von Kindern in der Innenstadt, genossen Schulfrei und Eis in der Frühlingssonne, so als sei nichts geschehen. Unglaublich, findet unser Redakteur Michael Paetzold.

Foto: Christian Würzbach / Privat

Es verblüfft zuweilen schon, wie unberührt die Coronakrise so manchen Zeitgenossen lässt, entweder aus Unwissenheit oder aus Ignoranz: Da verbiegen sich die Unternehmen und Mitarbeiter, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, Schulen, Kitas schließen, Geschäfte und Restaurants machen zu und Mediziner wissen vor Arbeit kaum weiter, während eine Eilmeldung die nächste jagt und Besorgniserregendes verkündet.

Da erfüllt es mich schon mit einigem Unbehagen, wenn mir Menschen zu nahe kommen, beispielsweise an der Kasse im Einkaufsmarkt. Bis auf Tuchfühlung schieben sich manche heran und husten und quatschen einem in den Nacken als gebe es kein Morgen. Am Montag tummelten sich Gruppen von Kindern in der Innenstadt, genossen Schulfrei und Eis in der Frühlingssonne, so als sei nichts geschehen. Unglaublich!

Weitab von jeder Panikmache ist jetzt nicht die Zeit, Normalität um jeden Preis zu leben, ein „Weiter So“ darf es nicht geben. Es gilt, bestimmte ganz einfache Regeln einzuhalten, die der Gesellschaft helfen, sich neu zu organisieren.

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