Tradition im Südharz

Sechs Monate Backhaus Neuhof: „Charlotte“ ist der Renner

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Frisch aus dem Ofen: Brote aus dem Neuhofer Backhaus.

Frisch aus dem Ofen: Brote aus dem Neuhofer Backhaus.

Foto: Thorsten Berthold / HK

Neuhof.  Ob Bauern- oder Mischbrot: Backwaren made in Neuhof sind ein Verkaufsschlager und Alleinstellungsmerkmal im Südharz. Eine Bilanz nach sechs Monaten

Es ist fast schon ein Ritual: Kaum ist im Backhaus in Neuhof der Ofen geöffnet und die ersten Brote hinausgenommen, stehen Interessierte Schlange, um es abzunehmen. „Charlotte“ ist dabei der Verkaufsschlager. So hat der Vorstand des Fördervereins Kultur- und Heimatpflege Neuhof das Mischbrot getauft, das vom Verein von Beginn angeboten wird.

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Der Vereinsvorsitzende Klaus Liebing lud jüngst das Backteam um Back-Mastermind Ulf Hoffmeister zu einer kleinen Feier ein. Ein halbes Jahr ist es mittlerweile her, dass erstmals Brot im neuen Backhaus gebacken wurde. „Wir haben uns damit mittlerweile etabliert“, stellt Liebing fest. Man habe neben der Köhlerhütte ein Alleinstellungsmerkmal für die Region schaffen wollen, und die Resonanz bisher zeige, dass dies gelungen sei.

Wobei der Verein streng genommen eine alte Neuhofer Tradition reaktiviert hat. Bis in die 1990er Jahre hat es in Neuhof eine Bäckerei und viele private Backhäuser oder Backöfen gegeben. Diese Tradition des Backens sollte mit dem Bau des Backhauses in Erinnerung gerufen werden – und sie wird nun fortgesetzt. Dabei, dies erklärt der Vereinsvorsitzende auch, stehe vor der Ausgabe von Misch- und Bauernbrot harte Arbeit. Von 9 bis 18.30 Uhr sind die Mitglieder des Backteams am eigentlichen Backtag gefordert, inklusive Anheizen usw. Nicht eingerechnet ist da das Vorbereiten des Teiges.

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Am Tag der Halbjahresbilanz galt es aber erst einmal sich zu freuen über das bislang erreichte. Und passend für die Besonderheit des Tages wurde eine Premiere geboten: erstmals gab es Flammkuchen – der bei allen Anwesenden bestens ankam. Die breite Öffentlichkeit kann diesen beim Weinfest des Vereins kosten, das im Herbst stattfinden wird.

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Ein Fazit zu ziehen, oblag an dem Tag der kleinen Feier natürlich auch Ulf Hoffmeister, der „Bäckermeister“ des Fördervereins: „Unser Team ist wirklich gut und gewachsen, die Backtage sind nahezu ein Selbstläufer geworden. Jeder weiß, was er machen muss – und trotz der Arbeit macht es einfach Spaß.“