Am Kloster Walkenried: Parkverbot für Wohnmobile gefordert

Walkenried.  Die Politik im Klosterort plant, dem wilden Campieren einen Riegel vorzuschieben. Der Ortsrat soll hierzu eine Entscheidung treffen.

Auf dem Parkplatz am Kloster Walkenried gibt es immer wieder Ärger wegen Müll und Wohnmobilisten.

Auf dem Parkplatz am Kloster Walkenried gibt es immer wieder Ärger wegen Müll und Wohnmobilisten.

Foto: Thorsten Berthold / HK

In der Corona-Krise wird der Urlaub in Wohnmobil oder Caravan offensichtlich noch deutlich beliebter – und das belegen auch Zahlen: Nach Angaben des Online-Fachportals Yescapa wurden allein im Mai diesen Jahres 14.000 Wohnmobile und Caravans neu zugelassen und damit etwa 16 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Auch im Südharz sind aktuell viele Wohnmobilisten unterwegs und in Walkenried beschäftigen sich am Donnerstag, 13. August, in gleich zwei öffentlichen Sitzungen (Bauausschuss, ab 16 Uhr; Ortsrat Walkenried, ab 18 Uhr, beide Freizeitzentrum) Politik und Verwaltung mit ihnen – dabei allerdings, um über ein Parkverbot für Wohnmobile auf dem Klosterparkplatz zu diskutieren. Aber nicht nur das ist im Gespräch: Auch ein Konzept für die Parkanlage am Geiersberg wird besprochen, genauso wie über den Standort des neuen Feuerwehrhauses – denn da stehen bislang zwei Optionen zur Auswahl. Die Einzelheiten im Folgenden.

„Wildes Übernachten“ verärgert die Einwohner

Das Thema Parkverbot steht sowohl bei der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Friedhöfe und Bauen der Gemeinde Walkenried (ab 16 Uhr im Freizeitzentrum) sowie direkt danach bei der Sitzung des Ortsrates Walkenried (ab 18 Uhr ebenfalls im Freizeitzentrum) unter anderem auf der Tagesordnung. Bereits bei Einwohnern des Klosterortes, unter anderem Michael Reinboth, dem Vorsitzenden des Vereins Wir Walkenrieder, wird zwar erfreut registriert, dass der Parkplatz stark frequentiert wird – allerdings sieht man das „wilde Übernachten“ kritisch – auch mit Blick auf die Wohnmobilstellplätze, die es auf dem Campingplatz im Ort gibt. „Dort gehen Einnahmen verloren“, erklärt Reinboth.

Ein anderes, wichtiges Gebäude, dass aktuell aber noch gar nicht gebaut ist, steht ebenfalls auf der Tagesordnung der beiden Sitzungen. Konkret geht es um den Standort des neuen Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehr Walkenried. Dort soll das Gutachten zur Standortanalyse – zur Diskussion stehen der vordere Sportplatz neben dem Freizeitzentrum bzw. die Freifläche gegenüber des Gebäudes – vorgestellt und besprochen werden.

Reizthema: die Grünpflege am Geiersberg

Ein drittes Dauerthema im Klosterort ist der Geierbergs. Im Rahmen der Sitzung des Ortsrates soll unter anderem über ein Nutzungskonzept sowie die Verkleinerung des Parks Geiersberg gesprochen werden. Speziell zur Art und Weise der Grünpflege in dem Areal hatte es hier zum Teil hitzige Diskussionen zwischen Verwaltung, Politik und Einwohnern gegeben.

Aber auch über die Verpachtung des Kiosk am Geiersberg zur Bewirtschaftung soll noch einmal gesprochen werden. In der Vergangenheit war diese bereits mehrfach ausgeschrieben worden, doch es hatte sich letztlich kein Interessent gefunden.

Wichtig: Anmeldung für die Sitzung ist notwendig

Da auf Grund der momentanen Situation die Sitzplätze für Zuhörer zu den Sitzungen limitiert sind, ist es notwendig, dass Bürger, die an einer Teilnahme interessiert sind, eine telefonische Voranmeldung vornehmen.

Die Voranmeldungen für den Ausschuss wie den Ortsrat können am Mittwoch, 12. August, zwischen 8 und 12 Uhr unter der Telefonnummer 05525-2020 oder E-Mail: info@walkenried.de erfolgen. Es wird gebeten, den vollständigen Namen und Anschrift, sowie die entsprechende Sitzung anzugeben.

Teilnehmende Zuschauer sind verpflichtet, während der gesamten Dauer der öffentlichen Sitzungen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

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