Schlamm bedroht die Klosterteiche in Walkenried

Walkenried.  Die Walkenrieder Sportfischer erhoffen sich Hilfe vom Forst und der Gemeinde.

Mit schwerem Gerät wird der Schlamm aus einem der Klosterteiche ausgebaggert. Die Walkenrieder Sportfischer hoffen auf eine ähnliche Maßnahme, um Gefahr von den Teichen abzuwenden.

Mit schwerem Gerät wird der Schlamm aus einem der Klosterteiche ausgebaggert. Die Walkenrieder Sportfischer hoffen auf eine ähnliche Maßnahme, um Gefahr von den Teichen abzuwenden.

Foto: Thorsten Berthold / HK

Mit besorgten Worten richtete sich Josef Welzel auf der Jahreshauptversammlung der Walkenrieder Sportfischer an Christian Haut von den Niedersächsischen Landesforsten und den Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Walkenried, Christopher Wagner, die als Gäste der Versammlung beiwohnten. Er gab zu bedenken, dass die Klosterteiche in Gefahr seien und von Seiten der Forst und der Gemeinde etwas unternommen werden müsse. „Der Verein wird keinen Zapfen im Röseteich ziehen zum Ablassen, bevor es eine rechtssichere Lösung für den Schlammaustrag gibt, der in einen dahinterliegenden Privatteich sickert. Schon seit geraumer Zeit wird keine zufriedenstellende Lösung gefunden“, erklärte er.

Auch Gewässerwart Steven Hartung machte in Richtung des Forstwirts auf die Lage der Dämme, die dringend saniert werden müssten, aufmerksam. Diese Teiche könnten nur zu Zweidrittel angestaut werden, dadurch komme es zur Verkrautung und Verlandung.

Hartung bedankte sich zudem beim ehemaligen Gewässerwart Dirks Freiberg, der ihm in seiner Anfangszeit mit Rat und Tat zur Seite stand. Als Gehilfe steht ihm jetzt Raik Wenzel zur Seite. Dieser wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.

Die Auswertung der Fangberichte, erklärte Gewässerwart Steven Hartung, ergaben 700 Kilogramm Fisch, die aus den Teichen gezogen wurden. „Auch nicht Vereinsmitglieder können sich beim Verein melden die beim Abfischen oder der Teichpflege helfen möchten, jede helfende Hand wird gerne gesehen“, verdeutlichte er.

Der Vorsitzende Andreas Bönke konnte zum Auftakt der Versammlung in seinem Jahresrückblick von verschiedenen Veranstaltungen wie Schützenfestumzug, Räucherfest und der Vereinsfahrt in den Harz berichten. Mehr als 1.700 Stunden wurden zudem von den Vereinsmitgliedern für die Hege und Pflege der Klosterteiche aufgebracht. Den Mitgliedern, die am meisten Stunden geleistet hatten, dankte er mit einem kleinen Präsent. Später kündigte er für 2020 erneut eine Vereinsfahrt an und hofft auf rege Beteiligung.

Kassenwartin Marianne Eggert berichtete von einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Gute Einnahmen gab es beim Räucherfest. Dank des schönen Wetters kamen viele Gäste zum Anglerheim. Ebenso war der Fischerlehrgang gut belegt. Der Verkauf von Angelkarten an Gastangler sei zudem ein wichtiger Einnahmebestandteil. Einträglich war auch der Verkauf von Räucherfisch zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten.

Die Aufnahme von Fördermitgliedern trug ebenfalls dazu bei nach mehreren Jahren einen geringen Überschuss zu erwirtschaften. „Gerne nehmen wir noch neue Förderer im Verein auf“, erklärte die Kassenwartin. Ortsansässige Firmen spendeten zudem Geldbeträge für den Bau von Ruhebänken, die rund um die Teiche aufgestellt wurden. Weiterhin gab es von einem Unternehmer eine großzügige Sachspende für die dringende Sanierung der Dachrinne am Anglerheim.

Sportwart Peter Hanke berichtete über Aktivitäten wie dem Anangeln, Königsangeln und einer Tour nach Heiligenhafen zum Brandungsangeln. Er richtete einen Kegelabend und einen Skatabend aus. Er bat darum, sich gerne einmal zu melden, um zusammen zum Nachtangeln an die Weser zu fahren, oder Bleie zu gießen. Auf jeden Fall würde er sich über eine bessere Beteiligung an den angebotenen Aktionen freuen. Auch für das neue Jahr stehen schon wieder Termine fest.

Aus privaten Gründen trat die Jugendwartin Marlen Völkl von ihrem Posten zurück. Dirk Viehweger wird an ihrer Stelle wieder als Jugendwart fundieren. Aktuell gibt es allerdings keine Jugendgruppe zu betreuen, da der Nachwuchs fehlt. Dirk Viehweger will aber auch weiterhin etwas für den Naturschutz leisten. Vor einigen Jahren hatte die Jugendgruppe Nistkästen aufgehängt, diese seien mittlerweile kaputt oder marode und müssten ausgetauscht werden. Zehn neue Nistkästen werden von ihm rund um die Teiche ersetzt und können dann von den Vögeln zum brüten genutzt werden.

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