Am Kutschweg lädt eine neue Bank zum Verweilen ein

Walkenried   Der Verein „Wir Walkenrieder“ kümmert sich um den Klosterort und um die Umgebung.

Claus Eggert (l.) und Dr. Dieter Klein verweilen nach getaner Arbeit auf der Bank.

Claus Eggert (l.) und Dr. Dieter Klein verweilen nach getaner Arbeit auf der Bank.

Foto: Steffen Blau / Walkenrieder

Ungeachtet der leider immer wieder auftretenden Schäden durch Vandalismus – in diesem Jahr mussten bereits mehrere gestohlene Schilder ersetzt werden – lässt der Verein „Wir Walkenrieder“ bei der Gestaltung und Pflege des Wegenetzes rund um den Klosterort nicht locker. Mit Hilfe der Gelder des Ehrenamtsfonds der Harz Energie konnte in diesem Frühjahr die Beschilderung des wieder hergerichteten Kutschwegs über den leider arg geschundenen Röseberg nach Branderode und des sich anschließenden Kolonnenwegs zur Kutzhütte und nach Wiedigshof fertig gestellt werden.

Nun hat Ortsbürgermeister Claus Eggert zusammen mit Dr. Dieter Klein, dem zweiten Vorsitzenden des Vereins, und Steffen Blau auch eine erste Bank aufgestellt, von der sich ein zwar noch durch die Kahlheit des stillgelegten Steinbruchs getrübter, aber ansonsten schöner Blick in Richtung Ravensberg und Harz bietet.

Pause beim Aufstieg möglich

Die Firma Formula hatte beim Wiederaufbau des Kutschwegs in Absprache mit dem Verein eine entsprechende Ecke vorbereitet. Dennoch war neben dem Aufstellen der Bank auch der Einbau einiger Stufen erforderlich. Nun können die Walkenrieder und ihre Gäste auf dem Anstieg zum Röseberg, der westlich des Weges ausgesteint ist und nun wieder der Natur überlassen wird, eine kleine Pause machen.

„Das Kloster Walkenried muss in einer würdigen Umgebung stehen – so lautet eines unserer Ziele. Das ist nicht immer einfach zu erreichen, da der Steinbruchbetrieb gerade am Röseberg immer wieder neue Wunden aufreißt. Wir müssen da das Beste daraus machen, denn dieser Höhenzug ist für das Ortsbild und das Kloster prägend“, erläutert der Vorsitzende Michael Reinboth. „Das Netz der Wanderwege rund um Walkenried wird von unseren Gästen sehr geschätzt, und die Zunahme der Übernachtungen um sechs Prozent im letzten Jahr ist uns ein Ansporn, alles zu tun, damit die Besucher des Klosterorts sich hier wohlfühlen und gern wiederkommen“, sagt der Vorsitzende weiter. Er freut sich darüber, dass sich immer wieder begeisterte Walkenrieder finden, die, ohne viel Worte zu machen, mit anpacken und den Verein unterstützen.

Nächstes Thema: Geländer

Neben Bänken, Schildern und Schutzhütten zählen auch die Geländer an den zahlreichen Aussichtspunkten zum Arbeitsbereich des Vereins. Hier hat man sich mit den Landesforsten auf eine Reduzierung und Erneuerung des Bestandes geeinigt. In diesem Jahr stehen Erneuerungen an der Sachsenburg und, im Zusammenhang mit dem Aufstellen einer neuen Bank zur Erinnerung an Dr. Andreas Helbing, auf dem Höllköpfchen auf dem Programm.

Daneben werden die Wege immer wieder gemäht und freigeschnitten. „Auf dem Weg zur Sachsenburg hat uns in diesem Jahr allerdings die Deutsche Bahn sehr geholfen, denn sie hat den zugewachsenen Randstreifen zwischen Weg und Gleis im Interesse der Signalsicht komplett beräumt. Dafür werden wir an anderen Stellen ansetzen“, verspricht Reinboth.

Das Kloster Walkenried muss in einer würdigen Umgebung stehen – so lautet eines unserer Ziele.
Michael Reinboth

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