Das Kurhaus Wieda wird weiter entwickelt

Wieda  In den ehemaligen Räumen des Wintersportvereins ist nun ein Fitnessclub untergebracht.

Kevin Dittmer mit den Trainingsgeräten. An gleicher Stelle war wenige Monate zuvor noch die Sitzgarnitur des WSV installiert.Foto: Thorsten Berthold

Kevin Dittmer mit den Trainingsgeräten. An gleicher Stelle war wenige Monate zuvor noch die Sitzgarnitur des WSV installiert.Foto: Thorsten Berthold

Deutlich gewandelt hat sich die Bedeutung und die Funktionen des Wiedaer Kurhauses im Laufe der Jahrzehnte. Von seiner eigentlichen Bedeutung, die es bei seiner Einweihung am 7. Juli 1966 hatte, ist nahezu nichts geblieben – bis eben darauf, dass es mit seinem kleinen und großen Saal weiterhin für Feiern wie beispielsweise dem Schützenfest genutzt wird.

Besonders arg kann der Wandel des Hauses aber in den Kellerräumen nachvollzogen werden: Zunächst waren dort Kühlschränke untergebracht, die die Einwohner mieten konnten. Später waren dort auch im Sinne des Namens des Gebäudes auch eben Räume untergebracht, in denen Kur- beziehungsweise Gesundheitsanwendungen zum Beispiel in Form von Bändern angeboten

Kellerräume als Vereinsheim

Nachdem dieses Angebot nicht mehr genutzt wurde, wurden die vorhandenen Duschen vorrangig von den Fußballern des benachbarten Sportplatzes genutzt, ehe dort ein Sportlerheim gebaut wurde. In den letzten beiden Jahrzehnten war es vorrangig der Wintersportverein Wieda, der einen Großteil des Kellers als sein Vereinsheim mit Sitzecke, Küche und Abstellräumen nutzte.

Da der WSV allerdings eine Fusion mit dem gleichnamigen Verein aus Bad Sachsa plant, sprachen sich die Mitglieder im Mai 2017 dafür aus, die Vereinsräume im Kurhaus aufzugeben und das Sportlerheim auf dem Sportplatz, dass man nach dem Zusammenschluss mit dem ehemaligen Fußballclub SC Blau-Weiß Wieda übernommen hat, als alleiniges Vereinsgebäude zu nutzen.

Einen Nachnutzer konnte der Vorsitzende Klaus Marx bereits damals präsentieren: Mitglied Kevin Dittmer hat die Räume übernommen, um dadurch seinen ebenfalls im Gebäude vorhandenen Fitnessclub, in dem rund um die Uhr trainiert werden kann, zu vergrößern.

Dittmer freut sich über die neuen Optionen, die ihm die Erweiterung von 76 auf 130 Quadratmeter gebracht hat. „Die Leute können ruhiger trainieren und das Angebot ist dennoch größer“, erläutert er. Zudem ist er stolz darüber, dass er die Arbeit die sein Vater im Jahr 2000 im Kurhaus begonnen hat, so fortführen kann.

Sechs Monate Umbauzeit

Allerdings war der Weg nicht ganz einfach: Knapp sechs Monate hat der Umbau, den Kevin Dittmer überwiegend allein vorgenommen hat, gedauert. Ende November war dann aber alles so weit geschafft, und die Weiterentwicklung nicht nur des Studios, sondern auch des Kurhauses an sich abgeschlossen.

Neben dem Studio und dem kleinen und großen Festsaal sind im Gebäude noch das Depot der Freiwilligen Feuerwehr Wieda, eine Wohnung sowie eine Zahnarztpraxis untergebracht. dx

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