Erfolgreich umgeräumt, neue Bücher im Sortiment und doch zu

Gittelde.  Wegen des zweiten Corona-Lockdowns hat auch die Gittelder Gemeindebücherei wieder geschlossen. Schüler sehnen sich nach der Bücherei.

Ilonka Prill ist seit 1993 die ehrenamtliche Leiterin der Gemeindebücherei, die in der Grundschule Gittelde untergebracht ist.

Ilonka Prill ist seit 1993 die ehrenamtliche Leiterin der Gemeindebücherei, die in der Grundschule Gittelde untergebracht ist.

Foto: Herma Niemann / HK

Lesen öffnet Welten. Lesen ist nicht nur eine Freizeitgestaltung. Lesen bildet, erweitert den Wortschatz und fördert soziale Kompetenzen. Dem können sicher auch die Stammkunden der beiden Gemeinde-Büchereien in der Gemeinde Bad Grund zustimmen.

Die eine ist im ehemaligen Rathaus in Badenhausen und wird von Rosina Passauer schon seit vielen Jahrzehnten geführt. Die andere ist in der Grundschule Gittelde untergebracht und wird schon seit 27 Jahren von Ilonka Prill organisiert. In der Gittelder Bücherei ist auch die Schulbücherei untergebracht.

Gittelder Bücherei ist seit dem 2. November geschlossen

Momentan, wie auch schon im März und April beim coronabedingten ersten Lockdown, besteht nicht die Möglichkeit sich Bücher auszuleihen. Nach den Lockerungen im Frühjahr blieb die Bücherei zunächst geschlossen und öffnete nach Umräumarbeiten erst im September.

Seit dem 2. November musste die Bücherei, die zuvor erst acht Wochen geöffnet hatte, abermals ihre Türen schließen. Aktuell ist geplant, dass die Schulbücherei demnächst wieder von den Klassen in kleinen Gruppen genutzt werden kann. „Die Kinder fragen schon ganz sehnsüchtig, wann sie endlich in die Bücherei dürfen“, so die Klassenlehrerin Christin Ritter.

Hygienebestimmungen wurden angepasst

Wann die Gemeindebücherei wieder geöffnet werden könne, sei momentan noch nicht abzusehen, so Ilonka Prill. Dabei war die Bücherei in der Zwischenzeit an die geltenden Hygienebestimmungen angepasst worden. Ein Eingangsschild weist auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und auf das Abstandhalten hin. Zudem wurde ein Spender mit Desinfektionsmittel angebracht. Ein Waschbecken zum Händewaschen war bereits vorhanden. Angesichts der gestiegenen Fallzahlen durch die Corona-Krise sei der Lockdown richtig gewesen, so Prill, dennoch sei es sehr schade, da man ja gerade wieder mit der neu gestalteten Bücherei begonnen hatte.

Rund 2.000 Bücher gibt es in dem Sortiment

Wie jedes Jahr wurden viele Neuerscheinungen angeschafft, die auf einem Büchertisch präsentiert werden. Rund 2.000 Bücher gibt es in dem Sortiment, darunter auch die Bücher, die nach der Schulschließung der Bad Grunder Grundschule im Teufelstal aufgenommen wurden. Von Kinderbüchern, über Krimis, Sachbücher, Biografien bis hin zu geschichtlichen Büchern, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sehr gefragt seien immer die Neuerscheinungen, aber auch die Kriminalromane.

Veranstaltungen waren immer gut besucht

Gut besucht waren in der Vergangenheit aber auch die Veranstaltungen, die Prill teilweise mit Unterstützung der Büchereizentrale Lüneburg organisiert hatte.

Dazu gehörten unter anderem Bücherkisten die zu Themen wie Dinosaurier, Pippi Langstrumpf oder das Leben auf dem Dorf zusammengestellt wurden, oder die Organisation eines Bilderbuchkinos. Zudem fanden auch Lesungen, zum Beispiel mit Bernhard Lassahn, der Stimme von Käpt’n Blaubär oder bekannten Autoren wie Gudrun Pausewang, statt. Die Bücherei war bisher auch oftmals an den Projektwochen der Grundschule sowie dem Frauenfrühstück beteiligt.

Unsere Corona-Übersicht: Corona in Osterode- Ein Überblick über die Situation vor Ort

In den vergangenen Jahren hatte Prill immer wieder mit Aktionen am bundesweiten Vorlesetag teilgenommen. Leider könne dieser Tag dieses Jahr nicht durchgeführt werden. In den vergangenen Jahren sei der Vorlesetag immer ein ganz besonders schöner Termin gewesen, so Prill. Sie selbst, Buchautoren aus der Region oder andere Freiwillige hätten den Kindern gern etwas vorgelesen. Der bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung Die Zeit und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands. Damit soll ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen gesetzt und Freude am Lesen geweckt werden.

„Die Bücherei mit der Schulbücherei ist eine kleine, aber wichtige Stelle und in dieser Kombination ein Glücksfall“, so die Leiterin „und sie ist auch eine Stelle zum Austauschen und Reden“. Dort habe es schon viele schöne Nachmittage gegeben, auch mit den Kindern, die sich oft auch einfach nur so dort aufhalten, stöbern und mit Ilonka Prill plaudern. Aber darauf müssen die großen und kleinen Kunden erst einmal eine Weile verzichten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder