Schützengesellschaft Windhausen befindet sich in Auflösung

Windhausen.  Die Liquidatoren der Schützengesellschaft Windhausen verkündeten den rückwirkenden Ausschluss aus Sport- und Schützenverbänden.

Noch ist unklar, wie es mit dem Schützenhaus und dem Gelände des Vereins weitergehen soll.

Noch ist unklar, wie es mit dem Schützenhaus und dem Gelände des Vereins weitergehen soll.

Foto: Petra Bordfeld / HK

Während der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Windhausen im März diesen Jahres versicherte der Präsident des Kreisschützenverbandes (KSB), Oliver Riehn, dass es schade um jede Schützenschwester und jeden Schützenbruder wäre, der die Reihen der großen Gemeinschaft verlassen müsse. Doch zu diesem Zeitpunkt war der Ausschluss der Windhäuser Schützen durch den Landessportbund und den Niedersächsischen Sportschützenverband (NSSV) bereits geschehen.

Um darüber zu informieren hatten die beiden Liquidatoren der Schützengesellschaft Windhausen, Gerlinde Brügemann und Rüdiger Oppermann, zu einer Mitgliederversammlung ins Schützenhaus geladen. Viele Mitglieder waren gekommen, um zu erfahren, was aus ihrem Verein werde.

Rüdiger Oppermann legte seinen Bericht darüber vor, was er und seine Ehrenamtskollegin bislang auf die Beine gestellt haben. Man sei im laufenden Sperrjahr, das mit dem 23. Januar diesen Jahres begonnen hat, an örtliche und überörtliche Vereine sowie Privatpersonen herangetreten. Jedoch habe niemand Interesse daran geäußert, das rund 1.000 Quadratmeter umfassende Gebäude noch das dazu gehörende rund 3.000 Quadratmeter fassende Weideland nutzen zu wollen.

Gerlinde Brüggemann rief die Mitglieder dazu auf, sich umzuhören, ob es noch Interessenten gibt, die das Anwesen erwerben wollen. Diese sollten sich dann an sie oder an Rüdiger Oppermann wenden. Dieser führte anschließend weiter aus, dass man immer noch geglaubt habe, dass in dem Augenblick, in dem man einen neuen Vorsitzenden aufweisen könne, einem Fortbestand der Schützengesellschaft nichts mehr im Wege stehen würde.

Mitgliedschaften in Verbänden enden rückwirkend

Man sei jedoch eines „erschreckend Besseren“ belehrt worden. Die Sachbearbeiterin für „Vereinsaufnahmen des Landessportbundes Niedersachsen“ ließ KSV-Präsident Oliver Riehn wissen, dass die Schützengesellschaft Windhausen rückwirkend zum 7. Januar 2019 weder Mitglied im LSB noch im KSV ist. Sie selbst hätten dieses Schreiben nur per Mail erhalten.

In der Mail an Oliver Riehn steht unter anderem geschrieben: „Vorweg ist zu sagen, dass der Verein mit Stand heute auch nicht mehr Mitglied im NSSV ist und somit für die ehemaligen Mitglieder alle aus der NSSV- und LSB-Mitgliedschaft ergebenen Berechtigungen wie Versicherungsschutz, Wettkampfteilnahme etc. ab sofort nicht mehr bestehen. Sollte der Verein wieder aufleben, muss er die Mitgliedschaft beim KSV neu beantragen. Beim LSB kann man selbstverständlich auch wieder Mitglied werden. Unter bestimmten Bedingungen verlangt der LSB aber eine Wiederaufnahmegebühr von 500 Euro“. Die sich daraus ergebende Situation führte jetzt dazu, dass man all das gekündigt habe.

Für die Waffen und das Mobiliar haben andere Vereine und Mitglieder Interesse angemeldet. In jedem Falle, kündigten die beiden Liquidatoren an, würden sie am Ende des Liquidationsjahres – im Januar 2020 – eine letzte Versammlung einberufen.

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