So hilft man Vögeln bei der Suche nach Futter

Osterode.  Der Weltvogelpark Walsrode nennt Tipps für Vogelfreunde.

Futterzeit zu jeder Zeit.

Futterzeit zu jeder Zeit.

Foto: Christian Wuerzbach / Privat

Bereits vor einigen Wochen sind viele Vögel in wärmere Gegenden gezogen, um dort zu überwintern. Für Vögel, die hiergeblieben sind, wird das Nahrungsangebot durch die sich verändernden Witterungsbedingungen immer geringer. Wie Gartenbesitzer und Vogelfreunde es den Vögeln leichter machen können, das raten Experten vom Weltvogelpark Walsrode.

Die Vogelarten sind bei der Nahrungssuche auf sich allein angewiesen. Sollte es zu Bodenfrost und fallenden Temperaturen kommen, kann man die Vögel bei der Futtersuche unterstützen.

„Sonnenblumenkerne werden von fast allen Vogelarten gern gefressen und sind somit immer eine gute Wahl“, weiß Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks. Man kann aber auch Rosinen, Trockenobst und klein gehackte Nüsse anbieten. Wichtig: Auf die Qualität des Futters kommt es an. Vor allem bei Meisenknödeln ist auf das richtige Verhältnis von Körnern und Fett zu achten. Je mehr Körner enthalten sind, desto hochwertiger ist das Futter. Zu engmaschig darf das Plastiknetz um die Knödel herum nicht sein, da sich die Vögel mit ihren kleinen Beinchen sonst darin verheddern. Am besten, man entfernt die Netze ganz und befestigt die Knödel an einem Ast oder stabilen Band.

Im Idealfall bietet man das Futter in einer Futterstelle oder in einem Futtersilo an. Generell sollte man dabei auf gute Qualität achten. Sprich: ein Vogelhaus aus unbehandeltem Holz nutzen. „Wenn das Futter klassisch auf dem Boden des Vogelhauses gefüttert wird, kann es schnell mit Kot verschmutzt werden, was wiederum zur Verbreitung von Krankheiten von Vogel zu Vogel beitragen kann“, erklärt Anne Densow, Biologin im Weltvogelpark Walsrode. Das kann vermieden werden, indem man konsequent alle paar Tage das Haus mit heißem Wasser reinigt. Anstatt ein großes Vogelhaus bereitzustellen, ist es daher empfehlenswert, mehrere kleine aufzubauen, damit sich die Vögel nicht gegenseitig ins Gehege kommen. „Besonders gut geeignet sind die sogenannten Futtersilos. Diese sind jahrelang benutzbar und sind die sauberste Alternative zum klassischen Futterhaus“, sagt Densow. Ein Futtersilo hat ebenfalls den Vorteil, dass Fressfeinde wie Katzen die Futterstelle nicht erklettern können, da es aufgehängt und nicht aufgestellt wird.

Neben der richtigen Fütterung sollte man auch unbedingt sauberes Trink- und Badewasser für die Vögel bereitstellen. Sobald es draußen friert, wird es für die Vögel schwierig. Hier reicht eine Schale sauberes Wasser, das jeden Tag gewechselt wird.

Ganz wichtig ist das richtige Anbringen der Futterstelle bzw. des Silos. „Optimal hängt ein Futterhaus an einem wind- und wettergeschützten Platz. Wenn zu viel Wind durchs Haus pfeift, fühlen sich die Vögel nicht wohl und kommen nicht mehr wieder. Das Futterhaus sollte zudem hoch genug angebracht sein, so dass Katzen nicht mit einem Satz ins Haus springen können. Überdachte Hauswände oder Carports bieten sich als Platz besonders gut an“, erklärt Ehrhardt. Wichtig ist auch, dass es Büsche und Sträucher in der Nähe gibt, von denen aus die Vögel die Futterstelle gut anfliegen und wieder Schutz suchen können.

Schön ist es, wenn die Futterstelle in Sichtweite zu einem Fenster im Haus steht. Vögel zu beobachten ist sehr entspannend. Durch eine regelmäßige Dokumentation, zum Beispiel welche Vögel sich zu welchen Zeiten an der Futterstelle einfinden, können kleine und große Naturfreunde einiges über die heimischen Vögel erfahren.

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