Bewegende Erinnerung an einen besonderen historischen Moment

Göttingen  Kino Lumière in Göttingen zeigt am 18. Februar um 19.30 Uhr „Die letzten Tage“, ein Dokumentarfilm über das Erstaufnahmelager St. Andreasberg.

Die ehemalige Rehbergklinik im Ortsteil Oderberg in St. Andreasberg am 9. Dezember 2015, wo damals etwa 1500 Flüchtlinge untergebracht waren.

Die ehemalige Rehbergklinik im Ortsteil Oderberg in St. Andreasberg am 9. Dezember 2015, wo damals etwa 1500 Flüchtlinge untergebracht waren.

Foto: Mark Haertl / HK

Am kommenden Montag, dem 18. Februar, wird um 19.30 Uhr der Dokumentarfilm „Die letzten Tage“ von Lalit Vachani über das ehemalige Erstaufnahmelager St. Andreasberg im Kino Lumière in Göttingen gezeigt. Der Filmvorführung folgt eine Podiumsdiskussion über den „Langen Sommer der Migration“, bei der neben der Kulturanthropologin Johanna Elle von der Universität Göttingen mit Miriam Düsterhöft und Jarno Lang auch eine ehemalige Mitarbeiterin sowie der ehemalige Leiter der Einrichtung in St. Andreasberg sprechen werden.

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel die Grenzen geöffnet hatte, kamen in den Jahren 2015 bis 2016 fast eine Million Menschen nach Deutschland, die auf der Flucht vor Kriegen in Syrien und anderen Teilen der Welt waren. Mit der Eröffnung von Unterkünften für die geflüchteten Menschen verdoppelten sich in kleinen Städten wir St. Andreasberg über Nacht die Einwohnerzahlen. Als das Team im Sommer 2016 begann, in der Erstaufnahmeeinrichtung des ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) in St. Andreasberg zu filmen, war der Höhepunkt der Ankünfte mit der Atmosphäre von Panik, Unsicherheit und gespannter Erwartung bereits überschritten.

„Die letzten Tage“ (The Last Days) ist ein Film über das endlose Warten auf die Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung. Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB packen und die Möbel auseinandernehmen und Lkw des Katastrophenmanagements ungenutzte Materialien abtransportieren, teilen acht Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit dem Filmteam ihre Erfahrungen und Erinnerungen an die vergangenen Momente mit den geflüchteten Menschen.

„Die letzten Tage“ ist ein Dokumentarfilm mit absurden Untertönen – eine bewegende Erinnerung an einen bemerkenswerten historischen Moment, als offene Grenzen und neue Anfänge eine reale Möglichkeit zu sein schienen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder