Der „Harzer Brocken“ Kevin Koch gibt beim Saisonfinale alles

Leuna.  Der Kraftsportler aus Bad Sachsa belegt beim Finale der zweiten Liga der German Federation of Strength Athlethes in Leuna den dritten Platz.

Kevin Koch (2.v.r.) beim Finale der 2. Liga in Leuna.

Kevin Koch (2.v.r.) beim Finale der 2. Liga in Leuna.

Foto: Privat

Bis Anfang diesen Jahres war der Kraftsportler Kevin Koch noch als Kraftdreikämpfer unterwegs. Dann kam allerdings die Idee auf, dass man auch einmal mit einem anderen Kraftsport ausprobieren könnte. Daher startete der „Harzer Brocken“ daraufhin in der zweiten Liga der German Federation of Strength Athlethes. Nach einem mittelmäßigen Einstieg zum Saisonauftakt auf der FiBo in Köln, konnte sich Koch kontinuierlich steigern und durfte somit beim Finale, organisiert durch Fitgiant und Nova Eventis, in Leuna starten.

Als erste Disziplin stand die Viking Press auf dem Plan, bei der eine Waschmaschine mit zusätzlichem Gewicht (120 kg) mit Hilfe eines Gestells über den Kopf gestemmt werden musste. Starke 15 Wiederholungen erreichte der Bad Sachsaraner und sicherte sich damit vorerst den dritten Platz. Ein Versuch konnte nicht gewertet werden – Koch hatte zu früh und noch vor dem Pfiff des Schiedsrichters losgelegt.

Nach kurzer Pause ging es an eine Disziplin, die dem Harzer nicht so gut liegt, dem Autokreuzheben. Hierbei wird mit Hilfe eines Rahmes der vordere Teil eines Autos, in diesem Fall 290 kg, von den jeweiligen Athleten angehoben. Innerhalb von 60 Sekunden müssen so viele Wiederholungen wie möglich geschafft werden. Da man im Finale seine Bestleistungen zeigen möchte, gab Koch alles und steigerte seine bisherige Bestmarke um zwei Wiederholungen auf insgesamt acht. Dies brachte ihm den zwölften Platz in der Disziplin, im Gesamtergebnis rutschte er zunächst einige Plätze nach hinten.

Koch geht an die Grenzen

Um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, musste Koch nun über sich hinaus wachsen. Auf den Yoke Walk, bei dem man ein mit Gewichten bestücktes Gestell auf dem Rücken trägt, hatte er sich zu Hause gut vorbereiten können. So ging er mit voller Konzentration an den Start. Mit 300 kg auf dem Rücken lief der Harzer die Strecke von 30 Metern in knapp über 19 Sekunden. Leider kam er kurz vor dem Ziel ins Stolpern, so dass der Yoke eine kurze Strecke den Boden berührte und ins Ziel rutschte. Dies brachte dem Harzer zwei Strafsekunden ein, in der Disziplinwertung fiel er so auf Rang vier zurück.

Nun kam die letzte Disziplin, das Loading, an. Zuerst musste ein 110 kg schwerer Sandsack über 40 Meter getragen und auf einem 1,2 m hohen Podest abgelegt werden, dann noch eine 130 kg schwere Betonkugel auf das gleiche Podest gehoben werden. Lediglich 25,4 Sekunden brauchte Koch und ergatterte Platz drei in der Disziplinwertung und auch Platz drei in der Gesamtwertung.

Ein starkes Ende der ersten Saison im Strongman Sport, die ihm außerdem den Weg in die Profi Liga bereitet hat.

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