Tennis-Hitzeschlacht wird mit Silbermedaille belohnt

Bad Neuenahr.  Gisela Breitenstein aus Bad Lauterberg wird zusammen mit Barbara von Ende bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften Zweite der Doppelkonkurrenz.

Gisela Breitenstein aus Bad Lauterberg (2.v.r.) hat zusammen mit ihrer Partnerin Barbara von Ende bei den Deutschen Meisterschaften im Doppel der Damen 70 die Silbermedaille gewonnen.

Gisela Breitenstein aus Bad Lauterberg (2.v.r.) hat zusammen mit ihrer Partnerin Barbara von Ende bei den Deutschen Meisterschaften im Doppel der Damen 70 die Silbermedaille gewonnen.

Foto: Privat

Mit einer Silbermedaille im Gepäck ist die Bad Lauterberger Tennisspielerin Gisela Breitenstein von den 66. Deutschen Meisterschaften der Senioren aus Bad Neuenahr zurückgekehrt. Die für den TSC Göttingen startende Harzerin erreichte zusammen mit ihrer Partnerin Barbara von Ende in der Doppelkonkurrenz der Damen 70 das Endspiel, hier musste sich das Duo allerdings geschlagen geben. Zu kämpfen hatten die Teilnehmer des Turniers dabei nicht nur mit den Gegnern, sondern vor allem mit den Bedingungen.

Denn das Turnier fand genau während der heißesten Tage des Jahres statt, teilweise herrschten 40 Grad. „Das war schon unmenschlich. Wir haben nur noch in nasser Kleidung gespielt, um überhaupt etwas Kühlung zu erhalten“, berichtet Breitenstein, die zunächst in der Einzelkonkurrenz antrat.

Kampf in der Einzelkonkurrenz

In der ersten Runde traf sie als ungesetzte Spielerin auf Jara Redweik vom FT Blumenau München. „Um in der Rangliste weiter oben zu stehen und entsprechend gesetzt zu sein, müsste ich mehr Turniere spielen. Das ist letztlich aber auch eine Kostenfrage, schließlich kommen da auch Übernachtungen und Anreisen hinzu, und bei uns in der Region gibt es nicht so viele Turniere, zu denen man hinfahren kann“, erklärt die Bad Lauterbergerin, die sich mit 6:3 und 6:3 durchsetzte. „Im zweiten Satz habe ich schon 0:3 und 15:40 hintengelegen, dann hat es Klick gemacht“, so Breitenstein. Nach einem 6:0, 6:0 gegen ihre TSC-Kollegin Marline Klein folgte schließlich gegen die an Position fünf gesetzte Heidemarie Oehlsen aus Barsinghausen im Viertelfinale das Aus.

Bei knallender Mittagshitze unterlag Breitenstein mit 3:6 und 6:7. „Im ersten Satz wollte ich schnelle Ballwechsel erzwingen, das ging daneben. Dann habe ich die Taktik geändert und es mit längeren Ballwechseln versucht. Ich hatte durchaus Chancen zu gewinnen“, erzählt sie. Ihre Gegnerin hatte in den Spielen zuvor allerdings weniger Kraft verloren – letztlich gab das nach zweieinhalb Stunden den Ausschlag.

Im Doppel trat Breitenstein zusammen mit von Ende als Titelverteidiger an. Gespielt wurde zunächst in zwei Dreiergruppen, die jeweiligen Sieger bestritten dann das Finale. Gegen die Einzelfinalisten Christa Pöttinger (TSV Unterhaching) und ihre Partnerin, die vom Einzel bekannten Redweik, setzte sich das Göttinger Duo klar mit 6:2 und 6:1 durch. Auch die zweite Begegnung wurde erfolgreich gemeistert, gegen Dorothea Heidel/Rosy Ludwig (THC Bergisch Gladbach/TC Saarlouis-Fraulautern) siegten die TSC-Damen mit 6:1 und 6:3.

Australian Open-Viertelfinalistin

Im Finale hatte schließlich Regen eingesetzt, die Temperaturen blieben allerdings weiterhin hoch. Gegen Heidi Eisterlehner (TEC Waldau Stuttgart) und Rotraut Sprieß (Freiburger TC) wäre aber wahrscheinlich bei keinem Wetter etwas möglich gewesen. Eisterlehner, die auch die Einzelkonkurrenz souverän gewann, war früher als Profispielerin aktiv. Sie stand 1976 im Viertelfinale der Australian Open und spielte in der Deutschen Fed-Cup-Mannschaft. Mit 3:6 und 0:6 unterlagen Breitenstein/von Ende, durften sich aber dennoch über den zweiten Platz freuen.

In rund zwei Wochen steht für Breitenstein bereits das nächste Highlight an. Sie wurde für das niedersächsische Team nominiert, das bei den Großen Werner Mertins-Spielen, der Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, antritt. Das Besondere für die niedersächsische 70 plus-Auswahl und Breitenstein: Ausgetragen werden die Titelkämpfe in diesem Jahr auf der Anlage des TSC Göttingen – ein echtes Heimspiel also.

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