Goslar. Der Anbieter und Hersteller von Technologiemetallen nennt hohe Energiepreise und verhaltene Nachfrage auf den Märkten als Grund.

Wie H. C. Starck Tungsten am Mittwochmittag veröffentlichte, gilt für einen Teil der etwa 380-köpfigen Belegschaft am Standort Goslar ab Samstag Kurzarbeit. Betroffen sind sowohl Produktion als auch Verwaltung.

Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat sei am Vortag unterzeichnet worden. Die Regelung gilt zunächst bis Ende Februar 2024 und soll regelmäßig überprüft werden.

„Wir sind derzeit einerseits mit hohen Kosten am Standort konfrontiert, die insbesondere durch die im internationalen Vergleich exorbitanten Energiepreise getrieben werden. Auf der anderen Seite bleibt die Nachfrage nach unseren Produkten aufgrund der globalen politischen und wirtschaftlichen Gemengelage verhalten“, sagt CEO Dr. Hady Seyeda. „Mithilfe der Kurzarbeit können wir ohne betriebsbedingte Kündigungen kurzfristig auf den massiven Rückgang der Kapazitätsauslastung reagieren und Kosten teilweise kompensieren. Gleichzeitig bleiben wir in der Lage, schnell und flexibel zu reagieren, sobald sich die Rahmenbedingungen wieder verbessern.“

Wir sind derzeit einerseits mit hohen Kosten am Standort konfrontiert, die insbesondere durch die im internationalen Vergleich exorbitanten Energiepreise getrieben werden.
Dr. Hady Seyeda, CEO H.C. Starck Tungsten Powders

Wie Starck Tungsten angibt, soll die Maßnahme dem Unternehmen Zeit verschaffen, bereits identifizierte Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen umzusetzen oder anzustoßen. Parallel dazu entwickele ein Projektteam unter dem Titel „Fit for Future“ Ideen für eine längerfristige Neuausrichtung, zu der auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie beispielsweise Batterierecycling gehöre.

H.C. Starck Tungsten Powders bezeichnet sich selbst als weltweit tätiger Spezialist für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb hochleistungsfähiger, auf Kundenbedürfnisse abgestimmter Pulver auf Basis des Technologiemetalls Wolfram und dessen Verbindungen. Dank patentierter Recyclingtechnologie verarbeitet das Unternehmen Sekundärrohstoffe. Ergänzend sei über den Eigentümer Masan Resources, Besitzer der Wolfram-Vorkommen im Norden Vietnams, der Zugriff auf Primärrohstoffe gesichert.