Mannheim. Handball-Profi Uwe Gensheimer macht im Sommer Schluss und wechselt ins Management seines Heimatclubs Rhein-Neckar Löwen. Vorher will der aktuell verletzte 37-Jährige aber noch mal spielen.

Der langjährige Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer wird nach dieser Saison seine Handball-Karriere beenden und Sportchef bei den Rhein-Neckar Löwen werden. Das kündigte der 37-Jährige bei einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Mannheim an.

„Es ist ein emotional trauriger Tag und ein schwerer Moment für mich. Aber gleichzeitig freue ich mich auf die neue Aufgabe“, sagte Gensheimer, der beim Bundesligisten momentan noch als Spieler unter Vertrag steht und eine Meniskus- und Kreuzbandverletzung auskuriert.

Prozess über Monate

Gensheimers klares Ziel ist es, in dieser Saison noch einmal auf das Feld zurückzukehren. „Ich bin guten Mutes, dass das klappt“, sagte er. Die Entscheidung für das Karriereende sei ein Prozess über Monate gewesen, er könne nicht mehr in der Intensität und in dem Rhythmus Profi-Handball spielen wie noch vor einigen Jahren, erläuterte Gensheimer. Und die Chance, dann eine Aufgabe bei seinem Heimatverein zu übernehmen, wollte er sich „nicht entgehen lassen“.

Gensheimer kam 2003 als Jugendlicher zu den Löwen und reifte dort zu einem der weltbesten Linksaußen. Dem Club hielt er mit Ausnahme eines dreijährigen Intermezzos bei Paris Saint-Germain (2016-2019) die Treue. Mit den Nordbadenern gewann Deutschlands vierfacher Handballer des Jahres (2011, 2012, 2013, 2014) den EHF-Pokal (2013), die Meisterschaft (2016) und den DHB-Pokal (2023). In Paris holte er drei Meisterschaften (2017, 2018, 2019).

Für die deutsche Nationalmannschaft erzielte Gensheimer 921 Tore in 204 Länderspielen und holte mit dem Team 2016 Olympia-Bronze. Nach den Olympischen Spielen 2021 in Tokio war er aus der Nationalmannschaft zurückgetreten.