Vandalismus am AKS

In Nordhausen: Banner zerschnitten, Chlortabletten verstreut

| Lesedauer: 2 Minuten
Am Albert-Kuntz-Sportpark wurden große Lkw-Planen mit Wacker-Motiv mutwillig zerstört.

Am Albert-Kuntz-Sportpark wurden große Lkw-Planen mit Wacker-Motiv mutwillig zerstört.

Foto: Verein / FSV Wacker 90 Nordhausen

Nordhausen.  Unbekannte haben am Wochenende mehrere große Fanbanner von Wacker Nordhausen zerstört und Chlortabletten auf dem Rasenplatz verteilt.

Als die Verantwortliche des FSV Wacker 90 Nordhausen am Sonntagmorgen das Stadiongelände betraten, bot sich ein schrecklicher Anblick. Unbekannte hatten im Albert-Kuntz-Sportpark des Oberligisten gewütet. Mehrere Fanbanner des FSV fielen hierbei der Zerstörungswut zum Opfer. Als wenn dies nicht genug gewesen wäre, wurden zusätzlich auf dem Rasen im Stadion auch noch Chlortabletten verstreut.

Unter großem Einsatz konnten jedoch alle Tabletten rechtzeitig aufgelesen werden, der Platz blieb unversehrt. Bei einer ähnlichen Tat im Paul-Greifzu-Stadion in Dessau (Sachsen-Anhalt) wurde vor einigen Wochen der komplette Rasen für mehrere Monate unbespielbar gemacht. Vor dem Derby im Thüringenpokal zwischen Nordhausen und Eintracht Sonderhausen kam es bereits vergangen Woche in Sondershausen zu mehreren Vandalismus-Vorfällen, ob die Schandtaten vom Wochenende damit in Verbindung stehen, ist aktuell noch unklar.

Entsetzen und Enttäuschung

Das Entsetzen und die Enttäuschung über den Vandalismus stehen dem Wacker-Präsidenten Torsten Klaus auch zwei Tage nach der Tat noch ins Gesicht geschrieben: „Ich bin wieder sehr erschrocken über die Vorkommnisse am Wochenende. Es sind erneut Vandalismus und Beschädigungen geschehen, allerdings sind wir nun die Leidtragenden. Ich finde es schade und ich hatte es im Vorfeld bereits gesagt, dass ich absoluten Abstand von solchen kriminellen Handlungen nehme. Das hat in keiner Weise etwas mit Fußball zu tun. Ich finde es sehr schade, dass nun beide Vereine im Vorfeld des Pokalderbys in Mitleidenschaft gezogen wurden.“

Verständnis hat der Wacker-Präsident nicht: „Ich kann es nicht verstehen und ich kann es auch nur noch einmal wiederholen. Das sind keine Fußballfans, das hat mit Fußball absolut nichts zu tun. Ich bin auch sehr enttäuscht und erschrocken darüber, dass solche Sachen im Vorfeld eines Fußballspiels überhaupt passieren müssen.“

Die Auswirkungen für das anstehende Pokalduell, so Klaus, seien beträchtlich: „Nach all dem, was passiert ist, muss man davon ausgehen, dass es das Pokalderby, ein Derby, was es schon jahrelang nicht mehr gab – in vernünftigem Rahmen nicht mehr zustande kommen kann. Das stimmt mich sehr traurig und ich kann nur an die Vernunft der Leute appellieren, solche kriminellen Energien in Zukunft vom Sport fernzuhalten.“