Wintersport

Skibergsteiger kommen in St. Andreasberg ins Schwitzen

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Start beim Werner-Grübmeyer-Gedächtnistrail des SC St. Andreasberg.

Der Start beim Werner-Grübmeyer-Gedächtnistrail des SC St. Andreasberg.

Foto: Karl-Heinz Siebeneicher

St. Andreasberg.  Der Ski-Club richtet am Rehberg den Werner-Grübmeyer-Gedächtnistrail aus. Die 20 Teilnehmer müssen den Berg hoch und runter bezwingen.

Es muss wohl am Namen liegen, denn auch der inzwischen dritte Werner-Grübmeyer-Gedächtnistrail des Ski-Clubs St. Andreasberg, benannt nach dem im Jahr 2018 verstorbenen Harzer Politiker und großen Unterstützer des Nationalparks, wurde von der Sonne verwöhnt. Abseits und weit weg von Covid, Corona und Omikron – draußen auf der St. Andreasberger Rehberg-Piste, da war die Welt an diesem Sonntag irgendwie in Ordnung.

Bei schönstem Sonnenschein, beinahe frühlingshaften Temperaturen, noch guten Schneeverhältnissen und ausgezeichneter Organisation stürzten sich 20 mutige Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einen anstrengenden und auch recht schweißtreibenden Wettkampf. Und der hieß: Skibergsteigen, angefangen, wie der Name schon sagt, zunächst mit einer gehörigen Schufterei.

Jede Menge Schweißperlen

Denn nach dem Start mussten rund 100 Meter Höhenunterschied auf 400 Meter Länge auf dem Ski bergan bewältigt werden. Natürlich ging das nur mit Hilfe von Steigfellen unter dem Ski. Die schnellsten Teilnehmer schafften diese Etappe in rund fünf Minuten, natürlich mit einer Menge Schweißperlen auf der Stirn.

Nach diesem Anstieg mussten die Felle unter dem Ski abgezogen und im Rucksack verstaut werden. Denn nun ging es rund 700 Meter bergab, durch den Tiefschnee auf einer nichtpräparierten Piste. Eine Aufgabe, die den Teilnehmern viel Können abverlangte und am Besten in altbewährter Telemarktechnik gemeistert wurde. War das Abfahrtsziel erreicht, mussten die Steigfelle wieder auf dem Ski angebracht werden, weil nun noch einmal die ganze Länge des Hanges erstiegen werden musste, ehe dann nach nochmaliger Abfahrt das Ziel erreicht war.

Ein Lokalmatador ist vorne

Der Schnellste im Teilnehmerfeld war Thomas Schmidt aus Hannover, der aber deshalb nicht in die Wertung kam, weil er auf Langlauf-Skiern unterwegs war und damit die Aufgaben mit den Steigfellen nicht erfüllt hatte. Die beste Zeit unter den geforderten Bedingungen erreicht Lokalmatador Markus Klinge von der Bergwacht St. Andreasberg, vor Tobias Duderstaedt vom SC St. Andreasberg und Uwe George von der Bergwacht Wernigerode. Bei den Damen siegte Mareike Moritz vom SC St. Andreasberg vor Michele Godau aus Braunschweig. Die weibliche Jugend sah Dörthe Ferrari aus Braunschweig vorn und die männliche Jugend Jakob Godau aus Braunschweig sowie Marion Hiekel vom SC St. Andreasberg.

Die Begeisterung im Teilnehmerfeld und am Rande der Veranstaltung war groß, auch und insbesondere wegen der tollen Organisation, geleitet von der Ski-Club-Vorsitzenden Susanne Eine-Duderstaedt.

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