TuSpo Petershütte blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

Lasfelde  Die Seestädter erlebten ein Wechselbad der Gefühle inklusive überraschendem Trainerwechsel.

Der TuSpo Petershütte möchte wieder jubeln.

Der TuSpo Petershütte möchte wieder jubeln.

Foto: Arne Hoffschlaeger / HK

Von Simon Schmidt

Die Fußballer des TuSpo Petershütte überwintert nach einem, trotz der coronabedingten Pausen, ereignisreichem Jahr in der Landesliga Braunschweig Süd. Sowohl für die Mannschaft als auch für ihren Trainer Armin Dreyer gab es in den vergangenen zwölf Monaten ein Wechselbad der Gefühle.

Wie für viele Amateur-Fußballmannschaften in ganz Deutschland kam es auch für TuSpo Petershütte im März 2020 gar nicht zum Start der Rückrunde in der Landesliga Braunschweig. Unter dem damaligen Trainer Wolfgang Pilz schafften die Seestädter im letzten Spiel des Jahres 2019 den Sprung aus den Abstiegsplätzen heraus auf den 13. Tabellenplatz. Der 2:0-Heimsieg gegen den SV Reislingen-Neuhaus wäre aber gar nicht mehr nötig gewesen, denn einen Absteiger gab es nach dem Beschluss des Niedersächsischen Fußballverbands nicht. Der TuSpo beendete die Saison mit der Quotientenregelung auf dem 13. Tabellenplatz.

Armin Dreyer war zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs noch Trainer in der A-Jugend der Petershütter. Für ihn war der Abbruch die richtige Entscheidung: „Im April war endgültig klar, dass die Saison abgebrochen wird. Ich war schon von Beginn an dafür und halte es für die absolut richtige Entscheidung“, so Dreyer. Mit der A-Jugend startete Dreyer erfolgreich in das Kalenderjahr 2020, auch wenn es beim Sparkasse & VGH-Cup in Göttingen nicht für die Zwischenrunde reichte. In der Landesliga belegte seine Mannschaft aber einen sicheren Mittelfeldplatz.

Nach der langen Sommerpause und dem Wechsel der älteren Jahrgänge in den Jugendmannschaften fing Dreyer früh wieder mit dem Training an und lobt heute seine ehemaligen Spieler aus der Jugend: „Wir hatten eine Wahnsinnsvorbereitung. Die Jahrgänge haben sich toll entwickelt.“

Noch vor dem eigentlichen Punktspielstart, während der laufenden Pokalrunde, gab es aber einen Paukenschlag beim TuSpo. Trainer Wolfgang Pilz und Betreuer Michael Fütterer traten von ihren Ämtern in der ersten Mannschaft zurück, Ersatz wurde gesucht. Fündig geworden sind die Verantwortlichen bei Jörg Müller und Armin Dreyer, die die Mannschaft interimsweise übernahmen. Nur wenige Tage später stand fest: Armin Dreyer übernimmt die Landesligamannschaft der Herren, auch für die A-Jugend, wo nun der Trainerplatz frei wurde, konnte eine Lösung gefunden werden.

Nach einer unbefriedigenden Pokalrunde, die im Vorfeld des Ligabetriebs stattfand, startete Dreyer mit Elan in seine Tätigkeit als Herrentrainer. „Am Anfang war es schwierig, weil ich mir erstmal ein Bild davon machen musste, was wir ändern müssen, um in der Liga zu bestehen.“ Der anschließende Saisonstart glich für die Seestädter einer Wundertüte. Die Pokalspiele seien kein richtiger Maßstab gewesen, da die Gegner in der Landesliga ganz anderen Fußball spielen würden, so Dreyer. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd, mit 0:7 ging man beim SV Lengede baden. „Ich habe mich dann mit den erfahrenen Spielern der Mannschaft getroffen, um die Lage zu besprechen. Das Ergebnis der Besprechung haben wir dann an die jungen Spielern weiter getragen.“

Die Krisensitzung fruchtete, TuSpo holte anschließend zwei Unentschieden. Zum einen gegen den SC Hainberg, zum anderen gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Nörten-Hardenberg. „Beim Spiel gegen Hainberg hat im Kopf eine Kehrtwende stattgefunden, da war sogar mehr drinn als ein Unentschieden. Gegen Nörten waren wir mit dem Punkt sehr gut bedient", analysierte Dreyer, der der Mannschaft neuen Mut gab. Das dritte Saisonspiel war aber auch gleichzeitig das letzte Spiel vor der erneuten Corona- und damit auch Winterpause. Die ersten Schritte seien gemacht, vor allem in der Art und Weise, so beschreibt es der Coach.

Sobald es die Politik erlaubt, möchte er mit seiner Mannschaft wieder auf dem Platz stehen. „Wir werden uns akribisch vorbereiten. Und wer mich kennt, der weiß, dass es bei meiner Vorbereitung nicht zu Muskelverletzungen in den Spielen nach dem Neustart kommen wird", lacht er. Dabei glaubt der erfahrene Coach, dass ein angepeilter Neustart am 12. März machbar ist. „Die ersten Jugendspiele, die für Mitte Februar angesetzt sind, halte ich für utopisch. Aber ein Start im März ist eventuell möglich, dem sehe ich positiv entgegen“, sagt der TuSpo-Trainer, für den das Saisonziel klar ist: „Wir wollen die Klasse halten und das ist absolut machbar. Wir haben noch Luft nach oben.“

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