BG Göttingen will in Chemnitz den zweiten Saisonsieg

Göttingen.  Die Veilchen treten am Samstag bei den Niners an. Für den Aufsteiger aus Sachsen ist es das erste Heimspiel in der Basketball-Bundesliga überhaupt.

Göttingens Dennis Kramer gestikuliert im Spiel.

Göttingens Dennis Kramer gestikuliert im Spiel.

Foto: Swen Pförtner / picture alliance/dpa

Für die BG Göttingen steht in der Basketball-Bundesliga am Samstag das dritte Saisonspiel an. Die Veilchen sind zu Gast beim Aufsteiger Niners Chemnitz, Spielbeginn in der Messe Chemnitz ist um 20.30 Uhr. Zuschauer sind dabei weiterhin nicht zugelassen.

Den Start in seine erste Saison in der BBL hat sich der Liganeuling sicherlich etwas anders vorgestellt. Die Chemnitzer mussten sich aufgrund mehrerer Corona-Fälle mit kurzen Abständen zweimal hintereinander in Quarantäne begeben, so dass ihr letztes Testspiel einen Monat zurückliegt. Am 19. Oktober verlor das Team von Niners-Headcoach Rodrigo Pastore knapp 79:84 gegen die Hamburg Towers.

Gut vier Wochen in Quarantäne

Den Liga-Start Anfang November verpassten die Sachsen ebenso wie den zweiten Spieltag. Am Donnerstag konnten sie dann endlich ihre BBL-Premiere feiern, unterlagen in der kurzfristig angesetzten Nachholpartie bei Brose Bamberg aber mit 86:93. Besonders vor der Pause zeigten die Sachsen allerdings eine couragierte Vorstellung und führten zur Halbzeit gar mit 47:42, ehe die Kräfte nachließen.

„Wenn du so eine Vorbereitung hast wie sie und dann so auftrittst, dann hast du eigentlich den Sieg verdient“, zollte Bambergs Coach Johan Roijakkers dem Gegner jede Menge Respekt. Der Chemnitzer Trainer Pastore war trotz der Niederlage stolz auf sein Team und blickt durchaus optimistisch auf die weiteren Spiele: „Am Ende waren wir sehr müde, haben einige leichte Fehler gemacht. Man hat aber gesehen, was in der Mannschaft steckt: Spirit.“

Schwierige Gegneranalyse

„Die Vorbereitung auf das Spiel ist nicht ganz einfach“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab angesichts fehlendem aktuellen Videomaterial. „Aber wir haben ein paar Partien von ihnen gesehen und werden einen Weg finden.“ Zudem verpflichteten die Sachsen während ihrer Quarantäne-Zeit nach: Der erfahrene US-Guard Wes Clark ersetzt Shannon Bogues. Bei seinem Debüt konnte Clark zehn Punkte beisteuern, handelte sich in 17 Minuten Spielzeit aber auch fünf Fouls ein.

Bester Chemnitzer Schütze war Terrell Harris, der auf 17 Punkte kam. Der Guard führte die Niners auch schon in der vergangenen Spielzeit an und zum Aufstieg. Neben ihm blieb Pastore vor allem das deutsche Grundgerüst erhalten. Malte Ziegenhagen, Jonas Richter und Jan Niklas Wimberg punkteten in der ProA jeweils im zweistelligen Bereich. Die deutschen Forwards Dominique Johnson und Luis Figge sind ebenfalls weiter dabei, genau wie US-Guard Virgil Matthews.

Vier neue Ausländer

Vier ausländische Spieler sind neu. Der bereits erwähnte Clark und der US-Amerikaner Marcus Thornton auf den Guard-Positionen, sowie der Kanadier Isiaha Mike und der US-Amerikaner George King auf den Forward-Positionen. „Chemnitz hat solide Spieler auf jeder Position. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Sie sind aggressiv in der Offensive und können den Korb attackieren – ein sehr solides Allround-Team“, analysiert der Göttinger Assistenz-Trainer Crab. „Wie gegen Braunschweig wird es auch gegen Chemnitz wichtig sein, dass wir uns auf die einzelnen Akteure konzentrieren. Wir müssen wissen, wie sie spielen wollen, und das dann so gut wie möglich verhindern.“

Gegen Braunschweig haben die Veilchen besonders im Schlussviertel einen Weg zum Erfolg gefunden. Sollte das auch in Chemnitz gelingen, wäre der Saisonstart mit zwei Siegen aus drei Spielen gelungen. Klar ist aber auch, dass es nicht viele Partien geben wird, in denen die BG so wie gegen die Löwen das Rebound-Duell klar verliert, dem Gegner 19 Würfe mehr erlaubt – und trotzdem als Gewinner vom Parkett geht.

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