Stefan Marxen joggt und sammelt damit Spenden ein

Clausthal-Zellerfeld.  Der Clausthal-Zellerfelder unterstützt mit seiner Aktion zwei Organisationen, die aktiv für den Meeresschutz und gegen die Plastikflut einsetzen.

Stefan Marxen (rechts) läuft für das Meer.  Von seinem Bruder Christian, der in Essen eine Garten- und Landschaftsbau-Firma betreibt, hat er passende Sportkleidung gesponsert bekommen.

Stefan Marxen (rechts) läuft für das Meer.  Von seinem Bruder Christian, der in Essen eine Garten- und Landschaftsbau-Firma betreibt, hat er passende Sportkleidung gesponsert bekommen.

Foto: Privat

Von nichts und niemandem lässt sich Stefan Marxen abhalten, seine Aktion „So weit die Füße tragen“ weiterhin durchzuziehen. Angefangen hat der kommissarische Leiter des Hochschulsports an der TU Clausthal im Januar. Das Laufprojekt, bei dem er und seine Unterstützer an zwei Organisationen spenden, die sich aktiv für den Meeresschutz und gegen die Plastikflut einsetzen, entwickele sich trotz Corona und eines Bandscheibenvorfalls gut.

Marxens Resümee nach knapp sechs Monaten fällt positiv aus. So seien für die Deutsche Stiftung Meeresschutz und für Ozeankind bereits knapp 2000 Euro zusammengekommen. Die erste Organisation setzt sich für die Aufklärung und den Artenschutz ein, die zweite plant regelmäßig Säuberungsaktionen an Stränden. Mittlerweile hat der 31-Jährige um die 50 Unterstützer gewinnen können, die ihm auch in der Corona-Krise die Treue gehalten hätten. Circa 30 davon spenden ihm regelmäßig fünf Cent für jeden Kilometer, den er sportlich zurücklegt. Vereinzelt kämen auch höhere Summen zusammen. „Von Fremden, die irgendwie auf meine Aktion aufmerksam geworden sind“, sagt er dankbar.

Gut für die Fitness

Nicht nur die Weltmeere profitieren von Marxens Aktion, sondern auch seine eigene Fitness. „Durch das Projekt habe ich erst richtig angefangen zu joggen.“ Unsportlich war der kommissarische Leiter des Hochschulsports nie, er ist ein leidenschaftlicher Surfer. Für das Laufen habe jedoch häufig die Motivation gefehlt, die er durch die Aktion jedoch gewinnen konnte.

Einen Großteil der bisher zurückgelegten 450 Kilometer hat er also durch das Laufen zusammenbekommen. Durch den schneearmen Winter habe er anders als geplant nur wenige Kilometer auf Langlaufskiern bewältigen können. Einige Male habe er auch das Fahrrad genommen.

Erschwerend kommt für den 31-Jährigen hinzu, dass er seit Februar Probleme mit seinem Rücken hat. „Damit zu joggen, ist nicht so lustig.“ Zweimal in der Woche lasse er sich daher in einem Reha-Training wieder aufpäppeln. Trotzdem ist es ein ganz anderes Laufen als vorher, erklärt Marxen. Dadurch, dass er viel langsamer laufe, ist das ein zeitlicher Mehraufwand. Aber das sei ihm egal. „Die Kilometer müssen schließlich reinkommen“, sagt er.

Anfang des Jahres war sein Ziel, monatlich um die 80 bis 100 Kilometer zu laufen. Den Durchschnitt könne er trotz Bandscheibenvorfalls weiterhin gut einhalten. Sein bisheriger Plan ist es zudem, die Spendenaktion auf jeden Fall noch bis Ende des Jahres durchzuziehen. Stefan Marxen wolle daher auch mit den beiden Organisationen sprechen und das Projekt gegebenenfalls verlängern. Er möchte sich zudem noch an regionale Unternehmen wenden, um nach einem Sponsoring zu fragen.

Für seine Aktion hat er eine E-Mail-Adresse eröffnet. Wer Fragen hat und Marxen unterstützen will, kann sich über diese Adresse an ihn wenden. Auf der gleichnamigen Facebook-Seite ist es ebenfalls möglich, mehr über das Projekt zu erfahren.

Die E-Mail-Adresse lautet laufenfuerdasmeer@gmx.de.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder