Fußballvereine werden im Webinar informiert

Barsinghausen.  Der Niedersächsische Fußballverband stellte sich den Fragen der Vereinsvertreter, wie mit der derzeit unterbrochenen Saison weiter verfahren wird.

Am Samstag, 16. Mai 2020, veranstaltet der NFV ein Webinar, um die Vereine über die vier Varianten zur Handhabe mit der coronabedingt unterbrochenen Saison 2019/20 zu informieren.

Am Samstag, 16. Mai 2020, veranstaltet der NFV ein Webinar, um die Vereine über die vier Varianten zur Handhabe mit der coronabedingt unterbrochenen Saison 2019/20 zu informieren.

Foto: Arne Hoffschlaeger / HK

Am vergangenen Samstag lud der Niedersächsische Fußballverband (NFV) ab 9.30 Uhr seine mehr als 2.500 Vereine zu zwei Webinaren ein, um noch einmal über der vier möglichen Varianten bezüglich des weiteren Vorgehens der Saison 2019/2020 zu informieren und den Vereinsvertretern über einen Live-Chat die Möglichkeit zu geben Fragen zu stellen, die entsprechend beantwortet wurden.

Manfred Finger, Presseleiter beim NFV, stellte zunächst die beteiligten Mitarbeiter des NFV vor und erklärte kurz das Vorgehen im Webinar, bevor er das Wort an den NFV-Präsidenten Günter Distelrath gab. Dieser stellte in seiner Begrüßung zunächst einmal klar, dass „der Verband keine Fortsetzung der Saison erzwingen will. Wir sind nach einem einstimmigen Beschluss im Verbandsvorstand zu einer möglichen Fortsetzung der Saison mit den Vereinen in einen Dialog getreten. Hierbei hat das Meinungsbild ergeben, dass 70 Prozent keine Fortsetzung wollen.“ Auch aus diesem Grund ging man im weiteren Verlauf des Webinars bei der Erklärung der vier Varianten nicht so ausführlich auf die Möglichkeit einer Fortsetzung der Saison ein.

30 Prozent waren für Fortsetzung

Distelrath wies aber auch daraufhin, dass bei knapp 30 Prozent Befürwortern der Fortsetzungsvariante die Wahrscheinlichkeit gegeben sei, dass es von Vereinsseite einen Antrag auf Fortsetzung der Saison zum Verbandstag kommen könnte. „Allein aus dieser Position heraus, war es geboten, diese Variante mit aufzuführen“, betonte der Präsident der zudem auf die Kritik hinsichtlich des langen Zeitraumes bis zum außerordentlichen Verbandstages. „Ich glaube schon, dass es richtig war, die Auswirkungen der behördlichen Anordnungen auf unsere Varianten noch abzuwarten.“

Die Variante in der man die Saison fortsetzen würde, war laut Distelrath die einzig schnelle Möglichkeit, die ohne Verbandstag möglich gewesen wäre. „Wir wissen jetzt aber, dass der Großteil der Vereine für einen Abbruch ist. Es liegt uns ein juristisches Gutachten vor, welches für die Entscheidung über einen Abbruch eindeutig einen Verbandstages vorsieht,“ sagt Distelrath.

Vorbereitungszeit nötig

In der Satzung des NFV ist unter Paragraph 20 Absatz geregelt, dass die Einberufungsfrist für einen Verbandstag mindestens zehn Wochen beträgt. Diese hat der Verband aber bereits auf fünf Wochen halbiert. „Es ist also mit einer Prise Unkenntnis und Ungerechtigkeit verbunden zu behaupten, dass wir den Prozess verschleppen würden. Zudem wird für die Organisation des erstmalig virtuellen Verbandstages mit über 300 Delegierten auch Zeit benötigt, um diesen technisch und rechtlich sicher vorzubereiten“, sagt Distelrath.

Im Anschluss an die Worte des NFV-Präsidenten Günter Distelrath ging NFV-Justiziar Steffen Heyerhorst im Webinar nochmals auf die vier bekannten Varianten zum Umgang mit der Saison 2019/2020 ein und erläuterte dabei die Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf die Folgesaison. Auch Heyerhorst stellte nochmals klar, dass es aktuell keine Regelungen gäbe, wie ein Wettbewerb gewertet wird, der nicht weiter fortgesetzt werden kann und das für eine Entscheidungsfindung ein Verbandstag notwendig ist.

Knapp 400 Fragen gestellt

Bereits mit Beginn des Webinars wurde der Live-Chat für die Vereinsvertreter freigeschaltet. Die dort gestellten knapp 400 Fragen wurden zunächst von NFV-Direktor Jan Baßler und Marian Korbus (NFV-Teamleiter Spielbetrieb und Recht) bearbeitet und teilweise von Baßler auch direkt beantwortet. „Die Vielfalt und das breite Spektrum der gestellten Fragen zeigt, dass es der richtige Weg war, sich in dieser Form mit den Vereinen auseinanderzusetzen“, unterstrich Distelrath.

Allerdings waren nicht alle Fragen im Live-Chat zu sehen. Im Webinar für die Bezirke Braunschweig und Hannover waren lediglich 17 Fragen veröffentlich wurden. Jan Baßler ging dabei auf fünf direkt ein und beantwortete diese über das Webinar. Laut Baßler sollen aber alle einzelnen Fragen der Vereine sowie die jeweiligen Antworten des NFV zeitnah auf der Verbands-Homepage veröffentlich werden.

Zum Abschluss des Webinars erläuterte Günter Distelrath noch die weitere Vorgehensweise des Verbandes. So wird man sich am morgigen Mittwoch, den 20. Mai, der Verbandsvorstand unter Berücksichtigung der Kenntnisse aus den durchgeführten Webinaren final mit der konkreten inhaltlichen Ausgestaltung der möglichen Varianten zum Umgang mit der laufenden Saison festlegen.

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