Weltmeister trainiert den HSV Hamburg

Göttingen.  Coach Torsten Jansen tritt mit den Hanseaten am Wochenende beim DHB-Pokalturnier in Göttingen an.

Torsten Jansen, Trainer des HSV Hamburg.

Torsten Jansen, Trainer des HSV Hamburg.

Foto: Verein / HSV Hamburg

Am 17. und 18. August wird in der Göttinger Sparkassen-Arena eines der Erstrunden-Turniere im DHB-Pokal ausgetragen. Gastgeber sind die Drittliga-Herren des Northeimer HC, die am Samstag in ihrem Halbfinale ab 16 Uhr auf den Bundesliga-Topclub SC Magdeburg treffen.

Auch im zweiten Halbfinale ist ein prominentes Team vertreten – der HSV Hamburg. Die Hanseaten, Deutscher Meister des Jahres 2011, DHB-Pokal-Sieger der Jahre 2006 und 2010 und Sieger im Europapokal der Pokalsieger 2007, feierten ihren größten Erfolg im Jahr 2013, als sie die Champions League-Trophäe an die Elbe holten. Nach einer Insolvenz vor drei Jahren folgte jedoch der Neuanfang in der dritten Liga. Inzwischen spielt die Mannschaft wieder in der zweiten Liga. In Göttingen trifft der HSV Hamburg am Samstag ab 19 Uhr auf den Zweitliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen. Das bekanntestes Gesicht bei den Norddeutschen steht mittlerweile an der Seitenlinie, Trainer Torsten „Toto“ Jansen wurde 2007 mit der DHB-Auswahl Weltmeister.

Moin Moin, Herr Jansen. Die Vorfreude in Südniedersachsen ist vor dem Pokalwochenende groß und nicht wenige Handballfans freuen sich auf ihr Team. Als ehemaliger Deutscher Meister und Champions League-Sieger ist die Strahlkraft immer noch groß und sie werden zu ihren Auswärtsspielen regelmäßig von vielen Fans begleitet. Mittlerweile stehen Sie vor der zweiten Zweitliga-Saison. Wie zufrieden sind Sie mit der jüngsten Entwicklung und wie sind die weiteren Planungen?

Wir haben in der letzten Saison als Aufsteiger unser Ziel Klassenerhalt vorzeitig erreicht und sind deshalb mit dem Resultat und der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden. In einer Spielzeit mit fünf regulären Absteigern war es als Aufsteiger natürlich besonders schwierig.

Jetzt stehen wir vor der zweiten Saison in der zweiten Liga und es heißt ja so oft, dass das zweite Jahr noch schwieriger wird. Das würden wir gerne widerlegen und wollen zeigen, dass wir schon während der letzten Saison viel gelernt haben und uns jetzt Schritt für Schritt weiterentwickeln. Das ist auch unser primäres Ziel in diesem Jahr: Wir wollen uns immer weiter verbessern und wollen deshalb auch tabellarisch dieses Jahr besser abschneiden als in der Vorsaison.

Wie läuft denn Ihre Vorbereitung bisher, welche Neuen gibt es im Team und wie schlagen sie sich?

Die Vorbereitung läuft sehr gut, alle ziehen hervorragend mit, hängen sich rein und wir haben viele richtig gute Einheiten absolviert. Auch in unseren Testspielen haben wir schon einiges gut gemacht. Aber von höherklassigen Gegnern haben wir auch gezeigt bekommen, woran wir noch arbeiten müssen und wo es noch fehlt.

Wir haben in allen Bereichen noch Entwicklungspotenzial. Unsere vier Neuen haben in diesem Sommer frischen Wind reingebracht. Da sind einmal Mark van den Beucken und Jonas Gertges, zwei junge Spieler, die aber schon ihre Klasse unter Beweis gestellt haben und bei uns den nächsten Schritt machen wollen. Und zudem die beiden Erstliga-erfahrenen Jens Schöngarth und Tobias Schimmelbauer, die unserer jungen Mannschaft mit ihrer Erfahrung weiterhelfen. Sowohl auf, als auch neben dem Spielfeld. Das ist für die Beiden auch eine neue Rolle, die sie bei ihren ehemaligen Vereinen so noch nicht inne hatten und auch für sie eine neue Herausforderung.

Wie haben Sie die Pokalauslosung im Juni aufgenommen und was erwarten Sie von dem Wochenende in Göttingen? Rechnen Sie mit vielen HSV-Fans im Rücken?

Wir kennen Eintracht Hagen ja bereits aus der letzten Saison. Sie sind ein ambitionierter Drittligist, der wieder aufsteigen möchte. Auch wenn das Duell zweite Liga gegen dritte Liga auf den ersten Blick klar aussieht, sind wir uns der Schwere der Aufgabe bewusst.

Für uns ist es eine neue Situation, erstmals als klassenhöheres Team in den Pokal zu starten und auf dem Papier der Favorit zu sein. Damit müssen meine Spieler richtig umgehen und eine Top-Leistung abliefern, damit es mit dem Einzug in die nächste Runde klappt. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Göttingen wieder von zahlreichen Fans unterstützt werden. Auch bei Auswärtsspielen können wir immer auf sie zählen, was uns natürlich hilft.

Kennen Sie die Region Südniedersachsen persönlich und wenn ja gibt es einen Bezug hierher?

Persönlich habe ich gar keinen direkten Bezug zur Region Südniedersachsen und kann mich auch nicht erinnern, in meiner aktiven Zeit schon einmal in Göttingen oder Northeim gespielt zu haben. Eine Verbindung gibt es allerdings: Unser Team-Manager Markus Groß kommt aus Uslar und letztes Jahr haben wir zum Vereinsjubiläum der HSG Schoningen/Uslar/Wiensen ein Testspiel dort bestritten.

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