Magdeburg. Fortuna Düsseldorf ist erstmals nach der Saison 2019/2020 wieder ins Pokal-Viertelfinale eingezogen. Ein Einwechselspieler dreht das Spiel der Zweitligisten im Alleingang.

Joker Jona Niemiec hat mit einem späten Doppelpack Fortuna Düsseldorf ins Pokal-Viertelfinale geschossen. Der eingewechselte Stürmer drehte das Spiel der Fußball-Zweiligisten 1. FC Magdeburg gegen Düsseldorf in nur sechs Minuten.

Mit seinem Ausgleichstreffer in der 87. Minute egalisierte er die Führung der Magdeburger durch Baris Atik (15.), ehe er vor 20.090 Zuschauern in der MDCC-Arena in der Nachspielzeit (90.+3) auch noch den Siegtreffer zum 2:1 (0:1) erzielte. Für Fortuna ist es die erste Viertelfinal-Teilnahme seit der Saison 2019/2020.

Glückliche Führung

Magdeburgs Spielmacher Atik erzielte die frühe Führung nach einer Viertelstunde glücklich, denn seine Flanke aus dem Halbfeld auf Luc Castaignos ging nach einem Aufsetzer direkt ins Tor, da der Stürmer den Ball nicht mehr erreichte. Auch Gästekeeper Karol Niemczycki, der für Florian Kastenmeier ran durfte, kam nicht mehr an den Ball.

So musste Fortuna, die nach dem 5:0 in Nürnberg vier Wechsel vornahm, frühzeitig einen Rückstand hinterherlaufen. Das gab wenig Sicherheit. Zudem versuchte es Düsseldorf zu oft mit langen Bällen. Nach einem Ballverlust der Gäste hätte Xavier Amaechie (31.) erhöhen können, doch er traf aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten.

Nach dem Wechsel war die Fortuna plötzlich hellwach und spielte munter auf. Nur der letzte genaue Pass fehlte zu oft. Die Gastgeber nutzten die Druckphase der Rheinländer zu guten Kontermöglichkeiten. Als der FCM das Ergebnis über die Zeit bringen wollte, leitete ein Ballverlust von Silas Gnaka den Konter ein, den der eingewechselte Niemiec mit einem Schuss in den rechten Winkel vollendete. Als alle die Verlängerung erwarteten, schlug der Joker erneut zu und traf zum Sieg.