Kaiserslautern/Magdeburg. Das Zweitliga-Trio FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Kaiserslautern stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat den Sprung ins Viertelfinale des DFB-Pokals geschafft und seinem neuen Trainer Dimitrios Grammozis so einen idealen Einstand verschafft. Beim stimmungsvollen Duell der Traditionsclubs setzten sich die Pfälzer am Dienstagabend mit 2:0 (0:0) gegen Ligarivale 1. FC Nürnberg durch. Richmond Tachie (75. Minute) und Ragnar Ache (78.) erzielten vor 48.349 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion die Tore für Kaiserslautern, das erstmals seit zehn Jahren wieder im Viertelfinale des Pokals steht. Die Gäste aus Franken konnten ihren Pokalerfolg aus der Vorsaison nicht wiederholen.

In der ersten Halbzeit sahen die Fans eine Partie auf schwachem Niveau, beide Mannschaften waren in erster Linie auf eine sichere Defensive bedacht. Kaiserslautern war zwar das etwas aktivere Team, versuchte es aber oft aus der zweiten Reihe. Nürnbergs Christian Mathenia parierte einen solchen Schuss von Marlon Ritter nach 21 Minuten. Die Gäste waren vor dem gegnerischen Tor noch ungefährlicher.

Das änderte sich nach Wiederbeginn. Einen Kopfball von Daichi Hayashi nach einer Ecke von Taylan Duman konnte Kaiserslauterns Torwart Julian Krahl kurz vor der Linie klären (51.). Die Partie verflachte im Anschluss aber wieder, große Torchancen blieben auf beiden Seiten fast gänzlich Mangelware. Die Pfälzer entschieden die Partie dann mit einem Doppelschlag in kurzer Zeit.

Fortuna Düsseldorf dreht Spiel beim 1. FC Magdeburg

Fortuna Düsseldorf hat erstmals seit vier Jahren das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune setzte sich im Zweitliga-Duell beim 1. FC Magdeburg nach langem Rückstand noch dank Doppelpacker Jona Niemiec mit 2:1 (0:1) durch.

Baris Atik (15.) hatte die Hausherren in Führung gebracht. Doch der eingewechselte Niemiec (87./90.+2) belohnte eine starke zweite Halbzeit der Gäste. Seine Tore bringen Düsseldorf weitere sichere Einnahmen in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Zunächst hatte Atik noch „Fortuna“ auf seiner Seite: Sein „Schuss“ aus über 25 Metern war als Flanke gedacht, an die Luc Castaignos nicht mehr herankam. Karol Niemczycki im Fortuna-Tor hatte keine Abwehrchance.

Magdeburg, das mit derselben Elf begann wie beim 4:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Liga und gewohnt hoch presste, hätte höher führen können. Doch Xavier Amaechi traf nur den Außenpfosten (31.). In der zweiten Hälfte kamen die Gäste stärker auf, hatten deutlich mehr Ballbesitz und einige Gelegenheiten zum Ausgleich. Kapitän Jordy de Wijs traf per Kopf den Pfosten (48.), dann hatte Niemiec seinen großen Auftritt.

St. Pauli souverän gegen Homburg

Der FC St. Pauli hat die Erfolgsserie des FC 08 Homburg im DFB-Pokal gestoppt und mit einem Sieg das Viertelfinale erreicht. Der Zweitliga-Spitzenreiter entschied am Dienstagabend das Duell mit dem Topteam der Regionalliga West mit 4:1 (1:1) für sich und steht damit in der Runde der letzten acht Mannschaften.

Vor 12 232 Zuschauern im Homburger Waldstadion trafen Hauke Wahl (24. Minute), der eingewechselte Elias Saad (64.), Marcel Hartel (69.) und Johannes Eggestein (73.) für St. Pauli, das in 18 nationalen Pflichtspielen in dieser Saison ungeschlagen bleibt. Für Homburg hatte Markus Mendler den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt (28.).