Östersund. Franziska Preuß ist wieder da. Die 29-Jährige wird Zweite in der Verfolgung von Östersund - verpasst den Sieg erneut nur knapp. Sie ist aber nun alleinige Frau in Gelb. Voigt wird wieder Dritte.

Biathletin Franziska Preuß hat zum Abschluss des Weltcups in Östersund ihren zweiten Weltcupsieg erneut denkbar knapp verpasst, aber dennoch die alleinige Führung im Gesamtweltcup übernommen.

Die 29-Jährige musste sich in der Verfolgung erst im Schlussspurt der Französin Lou Jeanmonnot um 0,3 Sekunden geschlagen geben, feierte jedoch mit Rang zwei bereits den zweiten Podestplatz des noch jungen WM-Winters und untermauerte damit ihr sensationelles Comeback. Das nächste Top-Ergebnis komplettierte Vanessa Voigt als Dritte, auch für sie war es nach Rang drei im Einzel das zweite Podium.

Für die DSV-Frauen war es nach Platz drei in der Staffel sowie den Erfolgen von Preuß (2.) und Vanessa Voigt (3.) im Sprint schon der fünfte Podestplatz. So erfolgreich waren die deutschen Skijägerinnen zuletzt beim Saisonauftakt vor 15 Jahren, als sie auch in Östersund fünf Podiumsplatzierungen geholt hatten.

Preuß nun alleine im Gelben Trikot

„Ich habe gekämpft bis zum Schluss, schade, dass es so knapp nicht gereicht hat. Aber es sind noch einige Rennen“, sagte Preuß im ZDF. Die 29-Jährige, die bereits im Auftakteinzel den Sieg nur um 0,1 Sekunden verfehlt hatte, musste eine Strafrunde laufen, während Sprintsiegerin Jeanmonnot fehlerfrei geblieben war. Preuß war nach dem letzten Schießen 6,8 Sekunden hinter Jeanmonnot aus in die Schlussrunde gegangen. Dort schloss sie schnell auf und zog vorbei. Doch die Französin holte in den Abfahrten immer wieder auf, kam kurz vor der Zielgeraden aus dem Windschatten von Preuß und setzte sich knapp durch. Vor dem Jagdrennen waren erstmals bei den Frauen Preuß und die Norwegerin Karoline Offigstad Knotten gemeinsam in Gelb an den Start gegangen. Knotten wurde aber nur 15.

Die 26-jährige Voigt hatte nach den zehn Kilometern 18,5 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Zum letzten Schießen war sie gar als Führende gekommen, musste dann aber einmal in die Strafrunde. Auch sie agierte wie Preuß in den Tagen von Östersund stark.

Janina Hettich-Walz wurde 13., Youngster Selina Grotian 21. und Sophia Schneider 35. Hanna Kebinger wurde wegen leichter Infektsymptome geschont.