Barcelona. Max Verstappen ist auch in Barcelona nicht zu schlagen. Der Weltmeister geht als Erster in das Formel-1-Rennen in Spanien. Einige seiner Konkurrenten patzen in der Qualifikation.

Nach seiner souveränen Fahrt auf den ersten Startplatz hatte Max Verstappen nur Lob für seinen erschreckend überlegenen Red Bull übrig.

„Das Auto ist wirklich richtig gut. Es hat riesigen Spaß gemacht, hier zu fahren“, sagte der Formel-1-Weltmeister in Barcelona. Scheinbar spielerisch sicherte sich der 25-jährige Niederländer die Pole Position für den Großen Preis von Spanien am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) mit fast einer halben Sekunde Vorsprung.

Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya war Verstappens Rundenzeit von 1:12,272 Minuten für niemanden auch nur annähernd zu knacken. Hinter dem WM-Spitzenreiter schaffte es der Spanier Carlos Sainz im Ferrari mit 0,462 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz noch am nächsten heran. Rang drei belegte der Brite Lando Norris im McLaren. Für Verstappen war es die vierte Pole Position in diesem Jahr und die 24. seiner Karriere.

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Nico Hülkenberg zeigte sich einen Tag nach Platz drei im Training erneut stark und wurde im Haas-Rennwagen Achter. „Ich bin zufrieden und fühle mich wohl mit dem Auto. Es hat Spaß gemacht, am Limit zu fahren“, sagte Hülkenberg bei Sky. Weil der Franzose Pierre Gasly, der Vierter geworden war, nachträglich mit einer Startplatzstrafe von sechs Positionen belegt wurde, startet Hülkenberg sogar als Siebter in den Grand Prix.

Vizeweltmeister Charles Leclerc erwischte im Ferrari hingegen einen ganz schwachen Nachmittag und schaffte es nur auf Position 19. Auch der WM-Zweite Sergio Perez im zweiten Red Bull enttäuschte und verpasste als Elfter die Top Ten.

Verstappen mit guten Erinnerungen an Barcelona

Barcelona ist für Verstappen ein besonderer Ort. 2016 schaffte er im Alter von damals nur 18 Jahren und 228 Tagen seinen ersten Formel-1-Sieg, zudem war es sein erster Einsatz für Red Bull überhaupt. Im vergangenen Jahr gewann er auf dem Weg zu WM-Titel Nummer zwei erneut auf der Strecke im Nordwesten Barcelonas. In den fünf Jahren dazwischen hatte sich jeweils Lewis Hamilton auf dem Kurs durchgesetzt, der in diesem Jahr leicht modifiziert wurde. Am Ende der Runde wurde eine ungeliebte Schikane durch eine schneller zu fahrende Kurve ersetzt. Dadurch wurden die Rundenzeiten deutlich schneller.

Die Bedingungen bei der Zeitenjagd waren schwierig. Nachdem es am Freitag bei zwei Trainingseinheiten trocken war, kam bei der letzten Übungsfahrt einen Tag später der Regen. Im Qualifying herrschten zweieinhalb Stunden später Mischbedingungen, die Furcht vor weiteren Niederschlägen war allgegenwärtig. Doch diese kamen nicht. Nach nicht einmal vier Minuten musste im ersten Qualifikations-Abschnitt auch noch unterbrochen werden, da nach einem Ausritt von Valtteri Bottas Kies auf die Piste gelangt war.

Leclerc enttäuscht - Ärger bei Mercedes

Nachdem die Strecke wieder freigegeben wurde, erlebte Charles Leclerc eine große Enttäuschung. Der Vizeweltmeister schied im Ferrari schon im ersten Durchgang aus. Im nächsten Abschnitt erwischte es den WM-Zweiten Sergio Perez, der von der Strecke abkam und es anschließend nicht weit genug nach vorn schaffte. Das gelang dafür dem 35 Jahre alten Hülkenberg, der sich sein bislang bestes Qualifikationsresultat im Haas sicherte.

Ärger gab es derweil bei Mercedes. Die Autos von Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Teamkollege George Russell berührten sich während der zweiten Qualifikationsphase. „Gott sei Dank ist nichts Ernsteres passiert, aber das war einfach ein Kommunikationsfehler bei uns“, sagte Russell, der Hamilton im Rückspiel übersah. Hamilton zerstörte sich bei dem kurzen Kontakt bei hoher Geschwindigkeit seinen Frontflügel.